Fakten. Fakten. Fakten. Klar ist, dass faktenbasierte Kom­mu­ni­ka­tion zur Wissenschaft gehört, wie Methoden zur Forschung. Aber manchmal sind Fakten eben schwer zu­gäng­lich und somit nicht der heilige Gral im Hoch­schul­mar­ke­ting. Denn wenn wir beispielsweise junge Menschen, also potenzielle Studierende, ansprechen möchten, oder deren Eltern, entscheidet immer noch das "gute, alte Gefühl". Daher widmen wir uns heute eher dem emotionalen Part, dem Storytelling, und zeigen, wie ihr eine moderne Storytelling-Strategie für Hochschulen ent­wickelt.

1. Das Warum? Die Mission.

Bevor ihr euch ins Social Media Game stürzt, müsst ihr euch klar machen, wofür eure Hochschule steht. Warum seid ihr besonders? Was unterscheidet euch von anderen Bildungsinstitutionen? Was treibt euch an?

Die Antworten auf diese grundlegenden Fragen sind die Voraussetzung für gutes Story­telling. Je genauer wir das Wieso, Weshalb und Warum definieren, desto besser können wir zielgerichtet kommunizieren und gleichzeitig eine spannende Geschichte erzählen. Eine Story, die nicht nur das Interesse von potenziellen Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden weckt, sondern auch eine emotionale Bindung zwischen euch und eurem Publikum ermöglicht.

Die Hochschul-Mission ist dabei immer das Fundament. So geben euch ein klar de­fi­nier­tes Mission Statement und eure Brand Story die Richtung vor. Das Ergebnis: Ihr kom­mu­ni­ziert über alle digitalen Kanäle plausibel, stringent und authentisch.

Wie eine erfolgreiche Storytelling-Strategie für Hochschulen in der Praxis aussieht, könnt ihr am Beispiel der Werde ERNSTi Studierenden-Kampagne  sehen, die wir für die Ernst-Abbe-Hochschule Jena konzipiert und crossmedial umgesetzt haben.

2. Das Wer? Die Zielgruppen.

Die Informationen und der Newswert sind da – dann nichts wie raus mit dem Posting? Ach, wenn’s nur immer so leicht wäre. Denn auch wenn der Newswert für einen selbst auf der Hand liegt und man die Relevanz des eigenen Themas erkennt, heißt das noch lange nicht, dass die Botschaft auch einen „echten“ Mehrwert für die User:innen hat.

Bei Social Media geht es tatsächlich weniger darum, als Newsticker zu fungieren und eine Eilmeldung nach der nächsten in Echtzeit zu veröffentlichen. Stattdessen stehen kleine und große Heldengeschichten im Fokus, die eure Marketingbotschaften auf kreative Wei­se emotional vermitteln.

In dem Zusammenhang arbeiten wir auch gerne mit Persona-Konzepten, um die Wei­chen für zielgruppengerechte Kommunikation zu stellen. Hört sich spannend an? Dann meldet euch jetzt bei uns um mehr über den REBELKO Persona-Workshop zu erfahren.

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3. Das Wo? Die Platt­formen.

Beim strategischen Storytelling für Hochschulen spielt das Wo eine genauso wichtige Rol­le wie das Warum und das Wer. Denn ihr könnt euch die aller­spannendste Story aus­den­ken – wenn diese nicht auf dem richtigen Kanal erzählt wird, kann sie auch nicht ihr ganzes Potenzial ausschöpfen.

Nur um ein paar Beispiele zu nennen: Instagram und Facebook eignen sich gut dafür, um Dialoge zwischen eurer Hochschule und den User:innen zu eröffnen. Ihr könnt euch mit (potenziellen) Studierenden, Forschenden, Lehrenden oder Mitarbeitenden über Pro­jek­te, Inhalte und Fakten austauschen. Instagram, TikTok und YouTube lassen sich prima für die multimediale Kommunikation nutzen – dabei solltet ihr auf Snackable Content Wert legen und die jeweiligen Formate berücksichtigen. X, vormals Twitter, bietet sich indessen für die Pflege von Journalist:innen an und ist international gut bespielbar, gleiches gilt auch für LinkedIn.

Für welche Plattformen ihr euch auch letztlich entscheidet: ihr solltet gemäß eurer Ziele, Zielgruppen und Ressourcen sondieren. Wie eure Postings und das entsprechende Sto­ry­tel­ling dann konkret aussieht, ist wiederum von den Kanälen und den Nut­zungs­ge­wohn­hei­ten euer Zielgruppen abhängig.

4. Das Was? Die Inhalte.

Informativ, lehrreich, unterhaltsam, involvierend, glaubhaft? – Das sind die ewigen Fragen. Um Inhalte auszumachen und leichter zu sondieren, hilft es meist, den Blick zu weiten und Beteiligte der Hochschule, wie z.B. Professor:innen, Studierende oder andere Mit­ar­beitende einzubeziehen.

Schließlich geht es darum, das Profil der Hochschule auf Instagram, Facebook, TikTok & Co. zu vermitteln und das Maximum aus der Story herauszuholen, sodass am Ende eine einzigartige Geschichte entsteht.

Aber es geht nicht nur um die Botschaft an und für sich. Die Kunst des strategischen Storytellings besteht darin, die Rezipient:innen in euren Bann zu ziehen und zu packen. Um Assoziationen zu wecken, haften zu bleiben und zum Mitmachen anzuregen, darf es nicht zu komplex sein. In diesem Sinne: „Keep it simple and stupid!“

„Storytelling funktioniert nur, wenn Inhalte emotional andocken. Es geht nicht um Informationsfülle, sondern um Relevanz. Wer seine Zielgruppe wirklich kennt, schafft Geschichten, die berühren – und bleiben.“

— Dr. Rebecca Belvederesi-Kochs
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5. Das Wie? Die Formate.

Ob auf Instagram, TikTok, X/Twitter oder Twitch – eine medien- und zielgruppen­gerechte Aufbereitung der Story ist wichtig für den Erfolg in sozialen Medien. In der schillernden Social-Media-Welt darf es laut, kreativ, aktivistisch und abwechslungsreich zugehen. Dabei solltet ihr versuchen, kurzweilige Formate zu etablieren, die eure Zielgruppen auf den jeweiligen Kanälen gut finden, die sie "abholen" und die gleichzeitig zur Hochschulmarke passen.

Für schnelle Campus-Insights aus dem Alltag eignen sich beispielsweise kurze Vi­deo­clips als Reel, TikTok oder YouTube Shorts, während längere Interviews als mehrminütige Erzählformate oder informative Klickstrecken durchaus anders aufbereitet werden sol­lten. Zudem können Podcasts, Audiogramme, interaktive GIFs, Memes oder Infografiken attraktiv sein und euer strategisches Storytelling unterstützen.

Mag viel klingen? Ist es tatsächlich auch. Vor allem, wenn zu Beginn erst einmal ein trag­fä­hi­ges Konzept herausgearbeitet werden muss. Falls ihr dabei Support braucht, stehen wir gerne strategisch und operativ zur Seite. Auf Wunsch kümmern wir uns um alle fünf Steps und auch darüber hinaus. Wir können eurer Hochschule sowohl bei der Ent­wick­lung von passenden Social Media Designs helfen, wie wir es z.B. für die EAH Jena ge­macht haben, als auch beim Planen und Posten des Contents. Meldet euch gerne per E-Mail bei uns oder besucht das Seminar von unserer Chefstrategin Dr. Rebecca.

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Fazit

Natürlich gehört zu den 5 Schritten einer Storytelling-Strategie für Hochschulen noch das gewisse Etwas dazu, um eure Botschaften noch effizienter und wirkungsvoller zu ver­brei­ten. Eine Portion Kreativität und Uniqueness ist wichtig, damit ihr langfristig sichtbar bleibt und eure Zielgruppe mit eurem Content interagiert, was letztlich dazu beiträgt, eure Ziele zu erreichen.

Ihr wisst, was euch besonders macht, braucht aber Hilfe, euer Allein­stellungsmerkmal über­zeugend zu präsentieren? Gerne helfen wir euch dabei – sei es in Form einer Stra­te­gie­ent­­wick­lung oder einer Beratung.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde ursprünglich im Dezember 2024 verfasst und im Januar 2026 überarbeitet.

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