Schreibtisch mit Laptop

Inspirations-Workshop: Social Media Erfolgs­kampagnen (inhouse)

Erfolgreiche Social Media Kampagnen für das eigene Unternehmen zu entwickeln, stellt eine große Herausforderung dar. Schließlich wollen die richtigen Medien, Botschaften und Mechaniken gefunden werden. Die Konzeption einer kreativen Route verlangt dabei offen zu sein, andere Pfade einzuschlagen und Neues im Marketing zu wagen. Gleichzeitig setzt sie Methodik und Fachwissen voraus.

Wenn es darum geht, einen neuen Ansatz für das eigene Unternehmen zu finden, ist ein Blick über den berühmt berüchtigten Tellerrand oft erhellend und inspirierend. Von anderen lernen - in unserem Workshop widmen wir uns zunächst ausgewählten Kampagnenansätzen im Social Web, um dann Ihr eigenes Konzept zu entwickeln. Dabei werden auch interne Faktoren in unserem Inhouse-Workshop berücksichtigt, damit Sie möglichst praktikable Ergebnisse erzielen und Kampagnendramaturgien verinnerlichen können.

Inhouse | ganztägig

Inklusive Seminarunterlagen, Zertifikat & Anreise

Preis auf Anfrage

Ideal für eine Gruppengröße von max. 12 Personen

Seminar­inhalte (beispiel­haft)

  • Einführung: Social Media Kampagnen – Trends und Prognosen
  • Vorstellung und Diskussion von kreativen Kampagnen in einzelnen Netzwerken wie bspw. Facebook || YouTube || Influencer || Instagram || Twitter || Pinterest || Messenger
  • Kampagnen-Konzeption für das eigene Unternehmen
  • Konkrete Handlungsempfehlungen und Experten-Feedback
  • Zusammenfassung

Seminar-Methoden

  • Interaktiver Ansatz, sodass Sie sich jederzeit einbringen und Fragen stellen können.
  • Vielseitiger Medieneinsatz durch Präsentation und Live-Demonstrationen
  • Maximaler Praxisbezug durch branchennahe Best & Bad Practices

Arbeits­mittel

  • in Vorbesprechung festzulegen
  • eigenes Notebook
  • Leitfragen

Seminar­leitung

Dr. Rebecca Belvederesi-Kochs ist Autorin des Handbuchs Erfolgreiche PR im Social Web (Rheinwerk Verlag) und Geschäftsführerin der Strategie- und Kreativagentur REBELKO, vormals Social Media Aachen. Seit 2010 entwickelt sie PR-, Marketing- und Social Media Strategien für B2B, B2C und Non-Profits. Als Senior Consultant konzipiert sie 360°-Strategien und unterstützt das Kampagnenmanagement namhafter Marken.

Dr. Rebecca Belvederesi-Kochs ist u.a. Dozentin bei eMBIS, Akademie für Online Marketing, an der FOM und an der Akademie der deutschen Medien.

Sie interessieren sich für dieses Seminar?


Gewinnspiele bei Facebook: So macht man's richtig! (UPDATE)

Gewinnspiele sind eine beliebte Methode, um seine Facebook-Community zu unterhalten und Fan-Zahlen zu erhöhen. Social Media Marketing ist ohne sie kaum noch denkbar. Bei der Konzeption ist jedoch - jenseits der Facebook Promotion Guidelines - einiges zu beachten, damit das Gewinnspiel nicht zum Flop wird.

Intuitive Erfassbarkeit

Einfach & kreativ muss es sein, denn wenn die User erst einmal lange Anleitungen lesen müssen, vergeht der Spielespaß in der Regel schnell. Insofern ist darauf zu achten, dass der Call-to-Action klar und schnörkellos formuliert ist.

Mehr als max. fünf Punkte sollte der User nicht zu erfüllen haben. Besser ist es sogar, sich noch kürzer zu fassen: In drei Schritten sollte der Nutzer sich bereits für die Teilnahme qualifizieren.

Rechtssichere Teilnahmebedingungen

Egal ob man das eigene Gewinnspiel auf der Timeline durchführt, über eine Facebook-App oder eine externe Microsite - Teilnahmebedingungen sind unerlässlich, um sich als Unternehmen rechtssicher aufzustellen.

Gerade bei Gewinnspielen auf der Timeline, die nach dem Motto "Like und kommentiere" verfahren, werden diese gerne übersehen. Aber: Der Nutzer hat das Recht, sich mit den Modalitäten der Aktion näher zu befassen und kann dieses geltend machen. Insofern sollten Konzeptioner hier nicht an der falschen Stelle sparen und Zeit in die Erstellung von aussagekräftigen und einwandfreien Teilnahmebedingungen investieren.

Markenkonsistente Gewinne

Der dritte wichtige Punkt ist die Wahl des richtigen Gewinnes. Statt etwa iPads zu verlosen, wie lange Zeit bei sehr vielen Unternehmen beliebt, sollte man auch hier in die Konzeption gehen.

Markenkonsistenter Einfallsreichtum ist gefragt. Weniger kostspielige Preise werden von der Community ebenfalls honoriert, wenn diese in einem plausiblen Zusammenhang mit der Marke stehen und als authentisch wahrgenommen werden. Dementsprechend können Unternehmen punkten, wenn die Gewinnauswahl auf ihre Glaubwürdigkeit einzahlt.

Hohoho – vielen Dank für Eure coolen Bilder! :-)Wir freuen uns sehr und bedanken uns herzlich bei allen die spontan...

Posted by Harley-Davidson Deutschland on Donnerstag, 15. Dezember 2011

Wie das Posting nahelegt, lieferte Harley Davidson Deutschland bereits 2011 ein Best Practice dafür, wie dies in der Praxis funktioniert. Passend zu Weihnachten gab es einen Foto-Wettbewerb auf Facebook und zu gewinnen gab es einen Schokoladen-Nikolaus der etwas anderen Art: Ausgestattet im Bikerdress statt im gewohnt rot-weißen Outfit.

Persönliche Ansprache

Der Ton macht die Musik. So ist eine adäquate Ausdrucksweise bei Facebook-Promotions gefragt. Möglichst kundennah und einladend sollten die dazugehörigen Texte verfasst sein. Dies gilt natürlich sowohl für die Gewinnspiel-Beschreibungen als auch für die Postings im Aktionszeitraum.

Gerade im Content und Community Management sollte der Tone of Voice möglichst persönlich und sympathisch sein, um den User zum Mitmachen zu bewegen und seine Fragen zu beantworten.

Flankierende Facebook-Ads

Digitale PR auf Facebook kann mittlerweile kaum noch auf bezahlte Werbung verzichten. So auch bei Gewinnspielen. Jenseits der konzeptionellen und textlichen Maßnahmen ist also gezieltes Media-Booking erforderlich.

Durch den guten Tausenderkontaktpreis von Facebook-Ads und präzises Targeting reicht hier meist schon ein moderates Tagesbudget - je nach Zielvorgabe sogar schon im zweistelligen Bereich.


Fazit
: Facebook-Gewinnspiele sind nach wie vor ein echter Fan-Magnet & haben großen Unterhaltungswert für die Community. Allerdings nur, wenn sie vernünftig und kundennah konzipiert sind.

Ursprünglich veröffentlicht am 4. September 2012


Social ABC 2014 | U wie User-generated Content

Vorbei sind die Zeiten, in denen Nutzer nur rezipieren und sich darauf beschränken, Inhalte einfach "nur" zu lesen. Im sogenannten Mitmach-Web lautet das Schlagwort: User-generated Content. Selbst aktiv zu werden und Content zu produzieren, dafür bietet das Social Web schließlich viele Möglichkeiten: eigene Videos auf YouTube hochladen, Blogbeiträge verfassen, Rezensionen und Bewertungen zu Produkten oder Dienstleistungen schreiben und und und.

Auch Unternehmen haben den Wert von Nutzerbeiträgen längst erkannt und binden diese in ihre Markenstrategie ein. Gezielt werden User aufgefordert, sich an der Online-Kommunikation zu beteiligen. Praktisch sieht das Ganze dann bspw. wie bei dem Spielzeughersteller LEGO® aus. Kurz vor Weihnachten stellte man Bauanleitungen für Weihnachtsaccessoires wie Elchgeweihe oder Mützen online. Fans wurden aufgefordert, diese nachzubasteln und anschließend abzulichten. Eine Aktion, die viel Anklang fand und als Marketing-Erfolg verbucht werden kann. Das Ergebnis der Weihnachtskampagne ist übrigens in diesem Video zusammengetragen.

Aber warum sind Kampagnen mit User-generated Content oft so erfolgreich? Was macht diese Art der Inhaltserstellung so attraktiv für Unternehmen? Vorteile gibt es zweifellos viele, doch hier kommen noch einmal die Top 4:

  • Von Nutzern erstellte Inhalte wirken authentischer als die von Unternehmen,
  • Nutzer identifizieren sich stärker mit Inhalten/Produkten, an denen sie selbst beteiligt sind,
  • Unternehmen müssen weniger Inhalte selbst produzieren und
  • erhalten wertvolle Anregungen und Ideen.

Insgesamt ist User-generated Content sowohl eine sehr geeignete Quelle für authentische und kreative Inhalte als auch kostenlose Reichweite. Bei der Konzeption einer solchen Kampagne ist allerdings Fingerspitzengefühl gefragt. Denn im Endeffekt ist man als Unternehmen für Inhalte verantwortlich und sollte daher vorab klare Richtlinien definieren. Hat man dies im Blick, steht einer gelungenen Crowdsourcing-Kampagne nichts mehr im Wege und man kann sich von der Kreativität der Masse überraschen lassen.

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Infografiken im Social Web

Wir alle wissen: Der gemeine Internetnutzer hat's gerne übersichtlich und klar strukturiert. Bevor man sich durch lange Texte und Zahlenreihen kämpft, klickt man lieber schnell auf eine andere Seite. So ist es kein Wunder, dass auch im Web 2.0 immer häufiger mit Infografiken gearbeitet wird. Diese werden den Lesegewohnheiten der Online-Nutzer gerecht und sind zudem eine schöne Möglichkeit unterhaltsame und komplexe Inhalte zu visualisieren, um sie verständlich zu machen. So sind sie gerade auch für erklärungsbedürftige Produkte ein beliebtes Marketing-Tool.

Die Vorteile von Infografiken in sozialen Netzwerken wurden nun – wie sollte es auch anders sein – in einer neuen Infografik zusammengefasst. So sind sie vor allem für die Reichweite einer Seite von entscheidender Bedeutung, da man hiermit im Schnitt 15 Millionen Menschen in sozialen Netzwerken erreicht. Schaubilder, Diagramme und Co. unterstützen nämlich die visuelle Arbeitsweise von sozialen Medien, denn gerade Bilder und Videos kommen bei der Community 2.0 besonders gut an und werden hier mit vielen Likes und Retweets belohnt. So werden Infografiken beispielsweise auf Twitter sechs Mal häufiger getweetet als reguläre Tweets oder auf LinkedIn drei Mal mehr geteilt. Sie sind also gerade in sozialen Netzwerken ein geeignetes Mittel, um die eigene Reichweite und Aufmerksamkeit zu erhöhen und somit die Markenwahrnehmung zu stärken.

Außerdem bieten Infografiken den Usern aufgrund ihrer wissensvermittelnden Funktion einen informativen Mehrwert, der ebenfalls im Social Web gefragt ist. Vor allem erklärungsintensive Branchen nutzen bereits das Potenzial der visuellen Wissensvermittlung. So werden technische Inhalte und Business-Themen am Häufigsten durch Infografiken dargestellt.

Das Sprichwort Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte scheint sich somit auch fürs Social Media Marketing zu bewahrheiten. Wer also seinen Content mit ein paar Infografiken auffrischen und das Interesse der Nutzer auf sich ziehen möchte, wird unter anderem hier fündig.


Studie: Quantität statt Qualität? Der Social Media Trendmonitor 2012

Die dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor haben gefragt, knapp 3.000 Fach- und Führungskräfte aus der Kommunikationsbranche sowie zahlreiche JournalistInnen haben geantwortet. Mit zum Teil erstaunlichen Ergebnissen. Es geht um die leidige Frage nach Quantität oder Qualität, die spätestens seit der Aktivität von deutschen Unternehmen auf Facebook, Twitter & Co. Einzug in die Debatte 2.0 erhielt.  Woran erkennt man den Erfolg seiner Seite? An der Anzahl ihrer Fans, Follower und Erwähnungen oder an der inhaltlichen Qualität der Posts und Tweets?

Die Mehrzahl der Befragten ist sich hierin einig: Quantität schlägt Qualität– so legen es zumindest die Ergebnisse der Online-Befragung nahe, die im Social Media Trendmonitor 2012 zusammengefasst sind. Je mehr Fans und Follower eine Seite aufweist, desto größer ihr Erfolg. Gleiches gilt für die Anzahl der Erwähnungen, neuen Kontakte und Leads. Auch in Bezug darauf gilt: mehr ist eben auch mehr - mehr Likes, mehr Fans, mehr Erfolg!

Die Qualität der Erwähnungen und Kontakte findet erst ab Platz 4 Beachtung. Die Mehrzahl der Befragten scheint sich an ein umstrittenes Leitprinzip so mancher Offline-PR zu erinnern: „Lieber schlechte Presse als gar keine Presse“. Nur 20 Prozent der JournalistInnen gaben an, die Tonalität der Erwähnungen als wichtiges Erfolgskriterium anzusehen. Ebenso nehmen die Intensität der Dialoge sowie das Vernetzen mit  Influencern nur eine untergeordnete Position ein, wenn es darum geht, den Erfolg einer Social Media-Seite „messbar“ zu machen.

Der Social Media Trendmonitor 2012 macht deutlich: Wenn es um die Bewertung eines Social Media-Auftritt geht, war im vergangenem Jahr die Anzahl der Fans und Follower entscheidend, um den Kommunikationserfolg eines Unternehmens, einer Agentur oder Redaktion zu ermitteln. Fazit: Quantität vs. Qualität? 1:0. Wir sind gespannt, wie es 2013 weiter geht!

Zur vollständigen Präsentation der Studie geht es übrigens bei Slideshare - und keine Sorge: Ein genauerer Blick lohnt sich!


Google+ mit praktischen Funktionen

Google+ arbeitet konsequent an seiner Funktionalität und baut sie aus, um die Userfreundlichkeit und Vielseitigkeit des Netzwerkes zu erweitern. Da wir uns im Blog nicht allzu häufig mit g+ befassen, widmen wir uns heute zwei wesentlichen Funktionen, die die Nutzung noch komfortabler machen. Lokal & Events heißen die beiden Errungenschaften, die wir euch hier kurz vorstellen.

Von der Funktion Google+ Lokal kann man sich Orte wie Shops oder Restaurants in seiner Nähe empfehlen lassen. Ist man also in einer fremden Stadt auf der verzweifelten Suche nach einem guten Restaurant, ist Lokal die richtige Anlaufstelle. Genau genommen ist diese neue Funktion von Googles Social Network eine Verschmelzung bereits bestehender Dienste. Die Einträge bei Google Places dienen als Basis für die Empfehlungen, über Zagat bekommt man sodann nutzergenerierte Empfehlungen und dank Google Maps wird man letztendlich zum Ziel geführt. Derzeit gibt es auch schon für den Raum Aachen einige Einträge, inkl. dazugehöriger Bewertungen, wobei momentan (noch) vornehmlich die Gastronomie die Lokal-Funktion nutzt.

Die zweite interessante Funktion des Netzwerkes ist die Möglichkeit, Veranstaltungen anzulegen. Mithilfe von Google+ Events können private aber auch öffentliche Events organisiert werden. Dabei ist nicht nur die Gestaltung individueller Einladungen möglich, sondern auch Live-Sharing während der Veranstaltung. Hierzu gibt es das Feature "Party Mode": Darüber werden alle Schnappschüsse und Videos, die während der Veranstaltung entstehen, automatisch in den Stream des Events geladen. Ein nettes Gimmick für Veranstalter, um alles gebündelt an einem Platz zu haben. Für den Social Media Day Aachen 2012 werden wir es sicherlich auch nutzen.

Insgesamt also ein aufstrebendes Netzwerk, dessen Funkationalitäten immer vielversprechender und auch für den Unternehmenseinsatz immer attraktiver werden.


Von Webanalyse, Monitoring & SEO

Webanalyse, Monitoring & SEO gehören zu einer erfolgreichen Online-Strategie. So muss nicht allein der Erfolg einer Facebook-Page überwacht werden, um strategische Anpassungen vornehmen zu können.

Beispielsweise dient die Webanalyse dazu, den Traffic auf der eigenen Website statistisch zu erfassen. Wo kommen die Besucher her, wie oft begeben sie sich auf die Seite und wie lange verweilen sie dort? Diese und viele andere Fragen, können durch eine systematische Auswertung der Website beantwortet werden. Mithilfe dieser Ergebnisse kann die Internetseite entsprechend optimiert und die Userfreundlichkeit erhöht werden. In Deutschland sind Tools zur Webanalyse mitunter umstritten. Beachtet man allerdings einige Richtlinien, ist die datenschutzkonforme Verwendung möglich und vor allen Dingen sinnvoll.

Weiterhin ist es für eine adäquate Social Media Strategie unerlässlich zu wissen, ob und wie die Online Community über das eigene Unternehmen spricht. Das Stichwort lautet hier: Monitoring. Über welche Aspekte meines Unternehmens wird im Social Web gesprochen? Wo besteht noch Informationsbedarf? Wie sieht es mit dem Ruf aus? Die erhobenen Daten helfen bei der Optimierung der Marketing-Strategie in den sozialen Medien. Um in der Masse der unzähligen Tools nicht den Überblick zu verlieren, gibt es hier einige Fakten zu den Wichtigsten.

Last but not least darf auch die Suchmaschinenoptimierung nicht unerwähnt bleiben, denn sie sollte einen festen Platz in jeder professionellen Online-Strategie haben. Wer will nicht die eigene Website innerhalb der Suchergebnisse von Google & Co. ganz weit oben sehen? Die steigende Bedeutung, die Content aus sozialen Netzwerken in Suchmaschinen hat, kann man dazu unter anderem nutzen. Eine Einführung in das komplexe Themenfeld der Social SEO - also Suchmaschinenoptimierung via Social Media - bietet dieses Buch.


Foursquare für den Campus 2.0

US-amerikanische Hochschulen wie Harvard und die Florida Atlantic University nutzen für ihre Hochschulkommunikation im Web 2.0 den location-based Service Foursquare. Da die Betreiber des standortbezogenen sozialen Netzwerks um die Multiplikatoreffekte der Universitäten wissen, haben sie sich für Hochschulen besondere Formate einfallen lassen. Beispielsweise können User "Badges" als eine kleine virtuelle Belohnung für einen Check-in bei einer Uni bekommen. Diese Form von Gamification, also der Einsatz spielerischer Elemente in ungewohntem Kontext, ist für die junge Zielgruppe besonders attraktiv.

Eine gelungene Kampagne veranstaltete in diesem Zusammenhang die Western Kentucky University (WKU) 2011, die im Web 2.0 ohnehin sehr aktiv ist. Zur Begrüßung der "Abschlussklasse 2015" verteilte sie während der Orientierungswoche exklusive Uni-Shirts - vorausgesetzt, die zukünftigen Studenten meldeten sich auf dem Campus bei Foursquare an und verbanden sich mit der WKU. Mehr als 800 Studenten nahmen an der Aktion teil und vernetzten sich so mit der Hochschule, die lokale Presseberichterstattung erzeugte zusätzlich Aufmerksamkeit.

Die WKU nutzt nach dem positiven Ergebnis des Pilotprojekts Foursquare auch zur Organisation von Führungen und zur Bereitstellung von Informationen über Kurse. Die Vergabe von "Badges" für lange Abende in der Bücherei oder die Teilnahme an Sportevents soll die Studenten zusätzlich motivieren. Besonders reizvoll finden Studenten die Sonderaktionen lokaler Geschäfte und der Gastronomie, die sie durch deren Kooperation mit der Hochschule nutzen können.

Foursquare verspricht für die Zukunft, sein Angebot für Universitäten und Studenten weiter auszubauen und auf deren Bedürfnisse einzugehen. Es könnte damit zum neuen Standard der (lokalen) Uni-Student-Vernetzung werden.


Verkauft Pinterest neuerdings Follower?

Die Zahlen der Pinterest-Follower einiger Marken und Blogger sind in den letzten Wochen enorm angestiegen. An Zufall mag man da kaum glauben, was aber sind die Gründe für diesen starken Anstieg? Zwei Änderungen seitens Pinterest aus diesem Monat könnten ihren Anteil daran haben: Erstens das Öffnen der Plattform für jedermann und zweitens die Einführung neuer Apps für Android, iPhone & iPad. Allerdings können das nicht die einzigen Ursachen für das enorme Follower-Wachstum bspw. von "Nordstrom" & "National Post" sein.

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Einige Änderungen beim Registrierungsprozess lassen ebenfalls darauf schließen, dass Pinterest möglicherweise Follower an Unternehmen verkauft. Um die Registrierung zu vollenden, müssen nämlich alle neuen User aus einer Reihe von Bildern fünf bestimmen, die ihnen gefallen. Anhand dieser Auswahl stellt Pinterest etliche Marken und Blogger zusammen, denen der frisch registierte User dann automatisch folgt.

Vor allem für professionelle Blogger kann das erfreuliche Folgen haben: Je mehr Follower sie haben und je größer ihre Reichweite ist, desto mehr steigt die Bereitschaft von Werbenden, bezahlte Anzeigen auf den betreffenden Blogs zu schalten. Da jedoch nicht alle Blogger und nicht alle Marken einen solchen Aufschwung in Sachen Followern erleben durften, liegt die Frage nahe, ob Pinterest dadurch einen Weg zur Monetarisierung anstrebt.


So macht man das: Gelungene Hochschulkampagnen 2.0

Anstatt sich kleinlaut in puncto Social Media in der Hochschulkommunikation ins Web 2.0 zu mogeln, startete die Uni Leipzig mit einem PR-Paukenschlag ins Social Web: Im Juni 2012 gingen die Kanäle Facebook, Twitter, XING und YouTube gleichzeitig offiziell online. Begleitet wurde die Social-Media-Offensive unter dem Motto "Bist du dabei? Wir sind dabei!" von einer Offline-Aktion, die Aufmerksamkeit erzeugte: Die Verhüllung der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Statue auf dem Innenstadt-Campus in strahlendem Blau. Der wohl bekannteste Alumni der Hochschule wurde so symbolisch zum ersten Facebook-Fan und Twitter-Follower.

Die zentrale Studienberatung der Universität Augsburg ist schon routiniert im Umgang mit Web 2.0 Anwendungen und hat sich auf studentische Kommunikationsgewohnheiten eingestellt: Neben der klassischen Beratung im Gespräch oder am Telefon können Studenten auch per Facebook direkt an der Pinnwand Fragen stellen, die im Normalfall umgehend beantwortet werden. Alternativ ist auch eine Skype-Konferenz möglich. Die Leuphana-Universität Lüneburg spannt ihre Studenten zur Beratung ein: Per App "Studis gefragt" können sich Interessierte auf Facebook einen von etwa 20 Ansprechpartnern aussuchen und direkt anschreiben.

Mit ihrem Umwelt-Campus-Blog schlägt die FH Trier gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Durch die Einbindung ihrer Studenten als Autoren wird der Blog attraktiv für andere Studenten - und solche, die es werden wollen. In der Serie "Lisas Leute" werden Alumni-Interviews als Video gepostet, was die Zielgruppe um Ehemalige erweitert.

Die deutschen Unis entdecken mehr und mehr das Potential des Social Media Marketings: Es erleichtert die Integration der Studenten ins Hochschulmarketing, fördert die Identifikation mit der Uni und erzeugt im Idealfall eine lebendige Community.