Dieser Artikel ist schon ├╝ber 2 Jahre alt. Unter Umst├Ąnden kann das, wor├╝ber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! ­čśë 


Musicals ohne Fans? Ganz unm├Âglich! Daher liegt es auf der Hand, dass sich Social Media Marketing gerade in diesem Bereich besonders anbietet. Mit einem guten Auftritt im Social Web k├Ânnen Neugierige begeistert, neue Anh├Ąnger gewonnen und das Interesse von bestehenden Fans wach gehalten werden.

Da wir hier bei Social Media Aachen durch das von uns betreute Musical Karl der Gro├če auch schon ganz im Musical-Fieber sind, wollten wir uns mal anschauen, was die ber├╝hmten Vorbilder auf diesem Gebiet so zu bieten haben. Daher haben wir die offiziellen deutschen Facebook-Seiten von vier bekannten Musicals unter die Lupe genommen: Cats, Der K├Ânig der L├Âwen, Tanz der Vampire und Tarzan.

Als Erstes ist uns bei allen Seiten die rege Fan-Aktivit├Ąt ins Auge gesprungen. Obwohl sich die Betreiber der Seite meist nur alle paar Tage zu Wort melden, ist die Posting-Frequenz insgesamt sehr gut, weil die Fans sich flie├čig austauschen. Die Fanpages werden also auch ├╝berwiegend durch die Fans getragen, was ausdr├╝cklich w├╝nschenswert ist. Nichtsdestotrotz macht es den Eindruch, als w├╝rden die Seitenbetreiber die Aussch├Âpfung der Social Media Potentiale vergessen: Kreative Mitmach-Aktionen und interaktive Spielchen oder R├Ątsel rund um das Thema Musical sucht man n├Ąmlich vergebens. Auch ein regelm├Ą├čiges Update der Veranstaltungstermine ist eher die Ausnahme als die Regel.

├ähnliches zeigt sich in Wettbewerben, wie beispielswiese einer Foto-Aktion von Cats f├╝r Schulklassen. Denn hier werden die interaktiven M├Âglichkeiten, die das Web 2.0 nun mal bietet, nicht mit einbezogen. Stattdessen verharrt man im ├╝blichen ÔÇ×Wir k├╝ren die GewinnerÔÇŁ-Gehabe, obwohl sich hier ein interaktives Voting von Fans f├╝r Fans eindeutig anbietet. Schlie├člich kommt der Content kommt ja ehe vorwiegend von den Fans, w├Ąhrend die Seitenbetreiber selbst meist nur Diskussionsimpulse geben!

Doch trotz dieser Einschr├Ąnkungen k├Ânnen die Facebook-Auftritte im Gro├čen und Ganzen als gelungen bezeichnet werden. Denn das Entscheidende ist: Die Fans verhalten sich vorbildlich! Sie sind engagiert und initiativ, sie interagieren miteinande,r auch ohne das Zutun der Seitenbetreiber. Sie tauschen sich zum Beispiel ├╝ber ihre eigenen Erfahrungen und die aktuellen Rollenbesetzungen aus, geben Tipps f├╝r die besten Sitzpl├Ątze oder stellen Fragen zu den Spielzeiten. Das hei├čt: Sie produzieren die Seiteinhalten, wodurch eine regelrechte Eigendynamik entsteht. Die Fan-Base besteht also mehrheitlich aus Prosumenten.

Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt aber: Denn jenseits dieser w├╝nschenswerten Selbstl├Ąufereffekte ist es schade, dass die Fans nicht st├Ąrker in das Musicalgeschehen eingebunden und f├╝r ihre rege Aktivit├Ąt belohnt werden.