Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


Oxfam Deutschland schreibt sich seit 1995 den Kampf gegen die weltweite Armut auf die Fahnen. Dabei setzt die Organisation auf die Strategie der VielfĂ€ltigkeit, um UnterstĂŒtzer zu gewinnen und Spenden zu sammeln.

Die Bedeutung von sozialen Netzwerken im Marketing ist Oxfam mehr als bewusst. Das Zusammenspiel der verschiedenen KanĂ€le ist gut geplant und professionell umgesetzt. Die Vernetzung zwischen HomepageFacebookseiteTwitterkanal und Blogs und die Mischung aus Mitmach-Aktionen (online und offline) hat eine lebendige Community generiert. Online können UnterstĂŒtzer spenden, an E‑Mail-Aktionen teilnehmen, sich als Aktivist anmelden oder Hilfe beim Wechsel zum Ökostromanbieter anfordern. Offline veranstaltet Oxfam Demos, SpendenlĂ€ufe, Ausstellungen und Marketingaktionen auf den Festivals im Sommer. Die UnterstĂŒtzer flexibel on- und offline partizipieren. Als Gastautor in relevanten Blogs ist Oxfam ebenfalls aktiv und vernetzt sich so effektiv mit potenziellen Partnern und Sponsoren.

Prominente UnterstĂŒtzung ist bei Oxfam die Regel, u.a. gehören die  â€žToten Hosen” und „The Boss Hoss” zu den VIP-Aktivisten. FĂŒr die Kampagne „Transaktionssteuer gegen Armut” steuerte die Comic-Legende Brösel einen Cartoon bei, die Band „Coldplay” nimmt Oxfam und UnterstĂŒtzungswillige gleich mit auf Tour. So erreicht Oxfam ĂŒber die Reichweite der Stars in den sozialen Netzwerken wiederum mehr Menschen und bindet gleichzeitig seine UnterstĂŒtzer durch ihre aktive Teilnahme an sich – eine Strategie, die aufgeht.

Die Homepage ist ĂŒbersichtlich und leserfreundlich gestaltet. Alle Funktionen dieser sind im Prinzip auch auf der Facebook-Seite zu finden, entweder als Link oder als App. Mit dem besagten Werner-Comic als Hintergrundbild und dem knalligen Logo davor prĂ€sentiert sich Oxfam auch hier jugendlich. Direkt via App kann der User die MenĂŒpunkte der Homepage ansteuern, Tweets lesen, zum Shop oder auf die Spendenseite wechseln. Auf der Seite wird nicht nur regelmĂ€ĂŸig gepostet, die Kampagnen werden vielmehr interaktiv durch Postings vorbereitet und begleitet, mit Fotos, Videos (oft mit prominenter UnterstĂŒtzung, wie hier durch Heike Makatsch) und Hinweisen auf die Blogs. Die 8.670 Fans (Stand: 16.08.2012) beteiligen sich aktiv an Diskussionen und posten eigenes Material auf die Seite.

Das Konzept von Oxfam ist ein ausgesprochenes Best-Practice-Beispiel fĂŒr Social Media Marketing. Der kreative und organische Umgang mit dem Web 2.0 ist in sich stimmig und effektiv – eine echte Erfolgsgeschichte.