Human Rights Watch ist eine der dienstältesten NGOs der Welt. Bei der großen Anzahl an Nachrichten über die Missachtung von Menschenrechten liegt die Dringlichkeit ihres Anliegens klar auf der Hand. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit setzt die Organisation auf Öffentlichkeitsarbeit: Berichte, Reportagen und Studien zu Menschenrechtsverletzungen auf der ganzen Welt. Um diese zu verbreiten, ist der Einsatz von Social Media aufgrund der hohen Reichweite optimal.

Die Homepage der NGO gibt es sowohl in der internationalen Version als auch als separate nationale Seite für verschiedene Länder bzw. Sprachen. Je nach gewählter Sprache sind die Angebote der Seite unterschiedlich: Während die internationale Seite sowohl eine Spendenfunktion und die Anmeldung zum Newsletter positioniert, verweisen die Länderseiten vielfach nur auf FacebookTwitter und YouTube. Dies lässt vermuten, dass jedes Land seine Social Media Strategie eigenständig plant. Denn auch die Inhalte der Seiten unterscheiden sich in der Auswahl der Themen voneinander, die offenbar spezifisch auf die jeweilige Leserschaft und Medienlandschaft ausgerichtet sind. Die internationale Facebook-Seite hat über 235.000 Fans, die deutsche Fanseite verbucht 4.167 Fans. Der Content variiert dabei von aktuellen Themen zum Tagesgeschehen bis hin zu Verweisen auf die Homepage.

Bei der Gestaltung setzt Human Rights Watch auf eine eher konventionelle Optik und schlichtes, sachliches Design. Das passt zum Konzept, wirkt aber auf jüngeres Publikum wenig ansprechend. Es ließen sich sicherlich mehr Unterstützer gewinnen, wenn die Gestaltung der Webauftritte an einigen Stellen etwas jugendlicher und kreativer gestaltet würde.

Trotz unterschiedlicher Strategien & Fanzahlen ist die Linie der NGO klar zu erkennen: Ein einheitliches Design der Seiten, der Fokus auf Menschenrechtsthemen in Wort, Bild & Video und regelmäßige Postings & Tweets. Human Rights Watch setzt soziale Netzwerke sinnvoll ein und nutzt die Reichweite schon gut aus.