Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


Digitale MarkenfĂŒhrung und –kommunikation sind meine Leidenschaft. Aber was hat es damit auf sich? Ist das Arbeitsgebiet klar und leicht abzustecken? Die Antwortet lautet: Nein, sicher nicht! Schließlich ist Markenkommunikation ein hochkomplexes Feld, das verschiedenste Teilbereiche und Disziplinen in sich vereint. Einen dieser Teilbereiche möchte ich heute etwas ausfĂŒhrlicher behandeln. In dieser Woche dreht sich nĂ€mlich bei uns im Blog alles um visuelle Kommunikation.

So werden wir euch ab morgen in unserer Blog-Serie 3×3 insgesamt neun Designer vorstellen, deren Arbeiten wir inspirierend finden. Warum dieser Designfokus? Nun ja, visuelle Komponenten werden auch im Social Media Marketing immer wichtiger. Das Social Web lebt mit der zunehmenden Verbreitung von Mobile Devices immer mehr von (audio-)visuellen Ausdrucksformen. Diese begegnen uns bei Instagram, Flickr, Pinterest oder in Foto-Blogs, aber natĂŒrlich auch bei den „Klassikern“ unter den Netzwerken wie Facebook und Twitter. Auch hier teilen private User ihre Erfahrungen und lassen Bilder oder kurze Clips fĂŒr sich sprechen. Beispielsweise kommunizieren sie, wo sie sich aufhalten, was sie erleben, wie sie sich kleiden, was sie essen und vieles mehr. Bilder sind also ein wesentliches Ausdrucksmittel und somit ein Paradebeispiel fĂŒr User-generated Content.

Wenn etwas in den privaten Nutzungsgewohnheiten zur SelbstverstĂ€ndlichkeit avanciert, geht dies natĂŒrlich nicht spurlos an der Unternehmenskommunikation vorbei. So spielen visuelle Inhalte auch im professionellen Kontext eine große Rolle. Fakt ist: Die Markensprache und das Markendesign gilt es, ins Social Web zu transportieren – und zwar nicht allein, damit der Wiedererkennungswert und die Bekanntheit steigen.

DarĂŒber hinaus spricht ein rein pragmatischer Marketinggrund dafĂŒr: Fans und Follower nehmen Bilder stĂ€rker wahr als reinen Text. Reichweite und Engagement Rate sind also oft genug höher als bei reinem Text, wie auch diverse Studien zutage befördert haben. Auch die Werbewirkung ist eine andere, da sich Stimmungen durch Bildelemente leichter einfangen und vermitteln lassen. Und jeder weiß: AtmosphĂ€rische Bilder und Grafiken gestalten letztlich auch die emotionale Beziehung zur Community mit.

Im Sinne des Corporate Brandings darf man also auf visuelle Impulse bei Facebook, Twitter & Co. heutzutage nicht mehr verzichten. Die fĂ€ngt natĂŒrlich beim Kanaldesign an, hört aber nicht damit auf. Schließlich wollen die KanĂ€le auch mit visuellem Material „gefĂŒttert“ werden. Ob es sodann immer selbst erstellte Fotos sein mĂŒssen, bleibt fraglich. Denn auch in diesem Fall macht’s die Mischung: Mitarbeiter-Fotos dĂŒrfen ebenso wenig fehlen wie markenbezogene Visuals und Illustrationen. Authentische SchnappschĂŒsse, Hochglanzbilder, abstrakte Darstellungen, Zeichnungen oder Designs – das alles fĂ€llt unter die visuelle Kommunikation im Social Web und bringt die Alleinstellungsmerkmale von Unternehmen ans Licht.

Aus diesem und den oben genannten GrĂŒnden werden grafische Arbeiten in Zukunft auch in der mittelstĂ€ndischen Wirtschaft auf mehr Akzeptanz stoßen. Visual Social Media lautet hier das Zauberwort. In der proaktiven Imagegestaltung sollte und wird es jedenfalls einen Platz haben.

Rebecca Belvederesi-Kochs