Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


Viele Unternehmen und Dienstleister besitzen eine Facebook-Fanpage, deren Ziel es ist, möglichst viele Fans zu gewinnen. Und was steht auf solchen Seiten im Fokus? NatĂŒrlich: Kommunikation! Dass Fan aber nicht immer gleich Fan ist, zeigt die kĂŒrzlich veröffentlichte Brand Advocate-Studie des Web Excellence Forum. Im Rahmen der Studie wurde das „Facebook-Fan-Verhalten” bei Unternehmen wie Allianz, Bayer, Bosch, Daimler, Lufthansa, Opel und RWE unter die Lupe genommen – hierbei wurden Daten von 160.000 Nutzern, 15.000 BeitrĂ€gen und 5.500 Befragten ausgewertet.

Fans bzw. Abonnenten können in fĂŒnf verschiedene Typen unterteilt werden. Zum einen hat man die „Bindungslosen”, die wiederholt interagieren, jedoch keine Bindung zur jeweiligen Marke haben. DarĂŒber hinaus gibt es noch die „PflegefĂ€lle”, deren regelmĂ€ĂŸige Interaktion auf Servicefragen beschrĂ€nkt ist, sowie die ewig nörgelnden „Kritiker” – drei Formen von Interaktion, die nicht maßgeblich zur Repuation eines Unternehmens beitragen und somit bei den meisten Social Media-Beauftragten nicht ganz so hoch im Kurs stehen. Denn darĂŒber hinaus gibt es auch noch „stille Multiplikatoren”, die hĂ€ufig geteilten Content wie beispielsweise Videos und Bilder liken, auch wenn sie selbst nie aktiv kommunizieren. Die sogenannten „Brand Advocates” sind aus Unternehmensperspektive schließlich die klaren Favoriten – und zwar aus einem entscheidenden Grund: Diese Markenbotschafter liefern stets positives Feedback und geben darĂŒber hinaus auch wertvollen Input.

Aktive Kommunikation der Fans ist also das primĂ€re Ziel von Unternehmenskommunikation in sozialen Netzwerken – mit einer durchschnittlichen Verteilung von 5% aktiven und 95% nicht aktiven Nutzern wird dieses jedoch hĂ€ufig verfehlt. Auch interessant: 47% der Brand Advocates sind Mitarbeiter des eigenen Unternehmens. Dies mag vielleicht zur Verbesserung der internen Kommunikation beitragen, allerdings wird so dann hĂ€ufig auch die eigentliche Zielgruppe verfehlt.

FĂŒr Unternehmen gilt demnach: Die Kommunikation auf Facebook-Fanpages sollte gezielt an den eigenen Fans ausgerichtet sein. Hierzu muss man seine Zielgruppe gut kennen. Nur so kann man Content wie Videos und Bilder so einsetzten, dass sie beispielsweise stille Multiplikatoren dazu bewegen, sich zu Ă€ußern, um bestenfalls Brand Advocates aus ihnen zu machen.

Fans
 Alle wollen sie, doch aus Unternehmensperspektive werden sie nicht alle gleich bewertet. Man könnte die Ergebnisse der Studie auch mit dem Sprichwort: „QuantitĂ€t ist nicht gleich QualitĂ€t” ĂŒbersetzen. Damit dem so ist, braucht es aber vor allem zwei Dinge: Motivation und KreativitĂ€t bei der Content-Erstellung.