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Fotos ├╝ber das Smartphone spontan mit der Welt teilen, das kennen wir aus verschiedenen sozialen Netzwerken. Ein Ereignis selber live zu ├╝bertragen und so Follower direkt teilhaben zu lassen, ist dagegen neu f├╝r die meisten. Die Mobile App Periscope macht das Live-Streaming einfach wie noch nie ÔÇô und findet damit gro├čen Anklang.

Screenshot: Live-Streaming bei Periscope
Screenshot: Live-Streaming bei Periscope

Der rasante Aufstieg von Periscope hat sicher auch mit der prominenten Konkurrenz zu tun. Der Dienst Meerkat bietet im Prinzip dieselben Grundfunktionen und wurde vor allem in den USA schnell zum Hit. Privatleute, Prominente und Unternehmen machten rege Gebrauch vom Streaming-Tool. ├ťber Twitter konnten Streamer und Publikum interagieren ÔÇô zumindest solange, bis Twitter die Schnittstelle kurzfristig kappte, um seinen eigenen Dienst zu etablieren: Periscope.

Potenzial f├╝r Journalisten

Live-Streaming ist naturgem├Ą├č vor allem da interessant, wo sich spannende Dinge ereignen, bei denen nicht jeder dabei sein kann. Das kann im Privaten passieren, beispielsweise die ersten Schritte eines Kindes per Stream an Freunde zu senden. Genauso k├Ânnen aber Geschehnisse von ├Âffentlichem Interesse ins Netz gespielt werden. Live, direkt und ohne Fernsehteam.

Gerade f├╝r Journalisten und Korrespondenten bieten sich hier v├Âllig neue M├Âglichkeiten der Reportage. Ein einmaliger Moment kann jetzt so einfach wie nie zuvor anderen Menschen zug├Ąnglich gemacht werden. Auch Interviews sind durchaus m├Âglich, ├╝ber die Kommentarfunktion k├Ânnen sogar die Zuschauer Fragen ├╝bermitteln und so noch n├Ąher dabei sein. Alles nat├╝rlich ÔÇ×nurÔÇŁ in Smartphone-Qualit├Ąt. Da sich aber die Sehgewohnheiten der Nutzer durch YouTube, Vine, Instagram-Videos oder Snapchat enorm gewandelt haben, scheint dies kein gro├čes Problem mehr zu sein.

Rechtliche Fragen und Datenvolumen

Wo live ├╝bertragen wird, gibt es nat├╝rlich auch rechtliche Risiken f├╝r die Nutzer. Zeigt man beispielsweise fremde Personen, m├╝ssen diese ihr Einverst├Ąndnis gegeben haben, falls das Video f├╝r kommerzielle Zwecke genutzt werden soll. Bei der professionellen Nutzung gilt es also dringend, auf Privatsph├Ąre und Datenschutz zu achten!

Ein weiterer Punkt, der den eigenen Stream beeinflussen k├Ânnte, ist das aufzuwendende Datenvolumen ÔÇô sofern man nicht mit WLAN versorgt ist. Ansonsten lassen l├Ąngere Streams das Monatsvolumen schnell schrumpfen.

Screenshot: Periscope im B├╝ro
Screenshot: Periscope im B├╝ro

Fazit: Periscope ist ein sehr spannender Dienst, sowohl privat als auch professionell. Live-Streams in die Welt hinaus zu schicken, klingt nicht nur aufregend ÔÇô es macht auch gro├čen Spa├č. Vor allem, wenn man direkte Interaktion zu seinem Stream bekommt. So finden sich zahlreiche Einsatzm├Âglichkeiten, wobei rechtliche und logistische Fragestellungen stets zu beachten sind. Aktuell ist Persicope nur f├╝r iOS verf├╝gbar, an der Android App wird aber schon gearbeitet.