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Social Media, ein Thema, das mir w├Ąhrend meiner Uni-Zeit alles andere als lieb war. Zu wenig fachlich, zu viel Gerede um einen vermeintlich kurzlebigen Hype, kurz: Einfach nur Blabla. So meine Meinung. Noch vor einem halben Jahr h├Ątte ich es mir also kaum vorstellen k├Ânnen, dass ich in meiner Abschlussarbeit genau hier den Schwerpunkt legen w├╝rde. ÔÇ×Fundraising 2.0. Spendenverhalten im Social Web aus akteurtheoretischer PerspektiveÔÇť ÔÇô mit einem solchen Titel h├Ątte ich zu dieser Zeit wohl kaum gerechnet. Wie kam es also zu dieser Kehrtwende?

Wie bei allen Geschichten, muss wohl auch ich heute ein wenig ausholen und beginne einfach mal ganz am Anfang. AlsoÔÇŽ Es war einmal ein Stellengesuch des Weltladen Aachens e.V.. Gesucht wurden Ehrenamtler, die die Pressearbeit des Weltladens ├╝bernehmen. Ein Team war schnell gefunden und ebenso schnell kam auch die Idee auf, den Laden ins Social Web zu transportieren. Kosteneffizienz und Reichweite des Mitmach-Webs ├╝berzeugten gerade auch qden Weltladen als ehrenamtliches Unternehmen und Verein. Inzwischen durchaus neugierig geworden, beteiligte ich mich an der Erstellung des Social Media Auftritts. Und es zeigte sich: Die urspr├╝ngliche Skepsis verschwand, an ihre Stelle trat Begeisterung und Spa├č am Ehrenamt 2.0. Denn das Social Web eignet sich hervorragend, um die Themen und Ziele des Weltladens und des Fairen Handels voranzubringen. Hier kann man Menschen erreichen und ├╝ber den Fairtrade-Gedanken und die Arbeit des Weltladen Aachens informieren, ohne dabei die Moralkeule zu schwingen oder den erhobenen Zeigefinger auszupacken.

Seit der Gr├╝ndung der PR-Gruppe verf├╝gt der Laden nun ├╝ber eine FacebookÔÇôSeite und einen Twitter-Kanal: Seitdem wird gepostet und getwittert was das Zeug h├Ąlt und nat├╝rlich verfolgen wir gespannt wie unsere kleine Community immer weiter w├Ąchst und sich zu Fairtrade-Themen austauscht. Mein Ehrenamt 2.0 war es dann schlie├člich auch, was mich zu meinem Praktikum bei Social Media Aachen bewogen hat. Schlie├člich hatte sich herausgestellt, wie viel Spa├č die Arbeit im Bereich Social Media macht. In der Agentur lernte ich sodann die professionelle Seite des Social Media Marketings kennen, wodurch wir auch einige Kniffe, Tricks und n├╝tzliche Tools f├╝r den Weltladen Aachen erfuhren. Auch hier bewies sich schnell: Social Media ist nicht einfach nur Blabla, sondern ein gelungenes Marketingsinstrument gerade auch f├╝r kleinere Unternehmen, Verb├Ąnde und Vereine. F├╝r den Weltladen Aachen hat sich der Umzug ins Social Web auf jeden Fall gelohnt und f├╝r mich selber sowieso. Noch nie war es so einfach, ein Abschlussarbeitsthema zu finden, f├╝r das ich mich so begeistern kann.

Sabine Rittinger