Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


Wir lesen, lesen, lesen tĂ€glich sehr viele Tweets. Wenn uns also jemand fragen wĂŒrde, ob wir den heutigen Tweet von xy schon gehört haben, nĂ€hmen wir eher an, es handele sich hierbei um ein sprachliches MissverstĂ€ndnis, als dass wir verstĂŒnden, was nun genau hinter dieser Aussage steckt. Dass Tweets aber nicht nur gelesen, sondern durchaus auch gehört werden können, das zeigt uns jetzt JBL  – ein Hersteller von Audiosystemen – in einer neuen Kampagne.

Unter dem Hashtag #JBLTweetMusic konnten Twitter-Nutzer ihre Nachrichten an @JBLAudio schicken und diese somit akustisch zum Leben erwecken, denn: JBL ersetzte Buchstaben mit unterschiedlichen Sound-Kombinationen. So sorgt ein Algorithmus dafĂŒr, dass sich knapp 140 Zeichen in viele elektronische Beats umwandeln. Eine Aktion, die von den Nutzern gerne angenommen wurde und ihren Spieltrieb weckte. Laut dem Branchenportal Digiday erreichte der Hersteller mit dieser Aktion innerhalb von einer Woche eine Steigerung der ErwĂ€hnungen von ursprĂŒnglich 360 auf 2.600. Auf diesem Weg kamen zudem rund 1.200 Tweet-Songs zusammen, die alle auf einer eigenen Kampagnen-Webseite zu finden sind. Und auch die Verbreitung der kurzen Sound-Schnipsel im Social Web ließ nicht lange auf sich warten: Innerhalb der ersten Woche wurden sie bereits 3.500 Mal angeklickt.

Ein weiterer cleverer Schachzug des Unternehmens: Man launchte die Kampagne im Vorfeld der Grammy-Verleihung, zu deren Hauptsponsoren der Hersteller gehört. So konnte man direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und Online-Marketing und Eventpromotion miteinander verbinden. Auch die Vorliebe der Twitterer wĂ€hrend einer Veranstaltung oder FernsehĂŒbertragung live zu interagieren, konnte so in die eigene Marketing Strategie integriert werden. Hierzu wurde neben dem ursprĂŒnglichen Hashtag zusĂ€tzlich #JBLGrammys etabliert. Und damit noch nicht genug: Um die Interaktionsrate darĂŒber hinaus noch zu steigern, bot man den Nutzern weitere Anreize und verloste u.a. eine Reise zu den nĂ€chsten Grammy-Verleihungen sowie diverse JBL-Produkte.

Fazit: Insgesamt prĂ€sentierte JBL eine strategisch durchdachte, kreative und erfolgreiche Kampagne. Zwar fĂ€llt beim Durchstöbern der Ergebnisse auf, dass sich einige Musik-Tweets ziemlich Ă€hneln, das alles tut dem Konzept aber keinen Abbruch: Idee und AusfĂŒhrung ĂŒberzeugen – und das auch noch akustisch.

Twitter Kampagne - JBL JBL