Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


In einem halben Jahr findet das zweite Non-Profit Camp in Aachen statt. Am 23. Januar 2016 haben NPOs, EhrenÀmtler und Interessierte erneut die Möglichkeit, sich auszutauschen. In lockerer Barcamp-AtmosphÀre können sie Neues kennenlernen und die Chancen der Digitalisierung auskundschaften.

Und wo wir gerade beim Thema sind, haben wir hier ein paar essentielle Tipps & Tricks in Sachen digitale Positionierung zusammengetragen. Fangen wir zunĂ€chst an mit einer klassischen W‑Frage, dem Warum?

Das Warum: Mission

Bevor man sich ins Netz wagt, sollte feststehen, wofĂŒr man sich einsetzt. Wieso hat man das eigene Projekt gestartet? Warum ist es relevant? Wer ist besonders betroffen?

Je tiefer Initiativen, Vereine, VerbĂ€nde und andere Einrichtung dem Wieso? Weshalb? Warum? auf den Grund gehen, desto eher vermögen sie ein vielschichtiges Storytelling zu entwickeln. Ein Storytelling, das die interessierte Öffentlichkeit aufmerksam macht und emotional an das Projekt bindet. Denn hat man diese Fragen hinreichend beantwortet, lĂ€sst sich das meiste auch in die Außenkommunikation integrieren.

Plausibel und authentisch kann auf die Art eine Content-Strategie konzipiert werden, die ĂŒberzeugt und zur Beteiligung aufruft. So kommuniziert auch UNICEF die Frage nach dem Warum sehr deutlich nach außen:

Progress for children has been made but millions of the world’s poorest are being left behind, says our new report out


Posted by UNICEF on Dienstag, 23. Juni 2015

Erst wenn die Mission klar und das Mission Statement niedergeschrieben ist, kann der Prozess der erfolgreichen Digitalpositionierung beginnen. Auch hierbei sollte man sich zunÀchst den Warum-Fragen stellen und definieren, was die primÀren und sekundÀren Zielsetzung der digitalen Ausrichtung sind. Sprich: Möchte ich mehr Aufmerksamkeit? Geht es mir um Imageverbesserung? Möchte ich vielleicht Spenden sammeln oder gesellschaftliche Themen auf die Agenda setzen?

Diese und andere Fragen sind noch vor der eigentlichen Konzeptionsphase zu beantworten. So ist strategische Grundlagenarbeit der Auftakt jedes ernstzunehmenden Positionierungsvorhabens.

Das Wo: Plattformen

Wie prĂ€sentiere ich meine Non-Profit Organisation denn nun am besten im Netz? Eine Frage, die wir in Beratung nicht selten gestellt bekommen. Die Antwort ist allerdings meist dieselbe und recht ernĂŒchternd: ZunĂ€chst sollte nĂ€mlich die Basis stimmen – und das ist meist die Webseite. Egal ob Non-Profit, Industrie oder Einzelhandel – moderne Webstandards zu erfĂŒllen, ist im Zeitalter der Suchmaschinenrecherche das A und O. Die Webseite gilt es dabei den NutzerbedĂŒrfnissen anzupassen. Lange Ladezeiten, diffuse Navigationsstrukturen und veraltete Informationen sind eben nicht das, was Nutzer erwarten und interessiert. Stattdessen darf es auf Webseiten interaktiver und multimedialer zugehen. Dabei sollten Inhalte teilbar sein, damit das eigene Projekt vom digitalen Empfehlungsmarketing profitieren kann.

Wenn Einigkeit ĂŒber die Webseite herrscht, geht es weiter mit der Plattform-Sondierung. Welcher Medien-Mix ist sinnvoll? Pauschal lĂ€sst sich diese Frage nicht beantworten, hĂ€ngt dies doch stets von Zielgruppe ab. Ein adressatenorientiertes Vorgehen ist nĂ€mlich im Digitalen unerlĂ€sslich.

Owned Media eignen sich natĂŒrlich immer dazu, die eigene Botschaft zu kommunizieren. Auf der Facebook-Seite könnte beispielsweise der Dialog vorangetrieben werden, um sich mit Fans ĂŒber ProjektstĂ€nde, Milestones und Fakten auszutauschen. Twitter könnte sich indessen fĂŒr Journalisten-Pflege anbieten, Instagram fĂŒr die visuelle Kommunikation und YouTube fĂŒr die Testimonial-Inszenierung. In der Theorie alles schön und gut, aber in der Praxis oft noch eine Sache der großen NPOs.

Das Was: Content

Welche Themen können NPOs spielen? Um diese auszumachen, hilft es in der Regel Externe und Mitarbeiter ins Boot zu holen. Steckt man die Köpfe zielgerichtet zusammen, lassen sich Potenziale leichter identifizieren. Schließlich geht es darum, das Maximum aus einer Story herauszuholen, sodass am Ende eine interessante und einzigartige Geschichte entsteht – eben Content mit Mehrwert.

Eine abwechslungsreiche Aufbereitung ist dabei wichtig. Mögliche Format hierfĂŒr sind beispielsweise:

1. Kurze Videoclips, z.B. bei Instagram, Vine oder YouTube
2. Infografiken
3. Podcasts
4. Slideshare, zur Darstellung von PrÀsentationen
5. Verschiedene Formate von Blogposts, z.B. Interviews oder Erfahrungsberichte

Die Learnings

SelbstklĂ€rung und Strategiebewusstsein sind (auch) im digitalen Marketing unerlĂ€sslich. Erst das Mission Statement, aufbauend darauf die internetspezifische Zielsetzung und danach Kanal- und Content-Strategie. Das Ganze selbstverstĂ€ndlich am besten mit Plan. Denn so vermögen es selbst kleinere Non-Profit Organisationen im Netz eine gute Performance zu erzielen und neue Adressaten fĂŒr das eigene Projekt zu begeistern.