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Wir sind auf eine interessante Studie von TNS Infratest gestoßen, die neue, reprĂ€sentative Zahlen zum stets spannenden Thema Social Media in Unternehmen liefert. Befragt wurden insgesamt ca. 1.900 Firmen unterschiedlicher Branchen zu ihrer Nutzung von Facebook, Twitter & Co. fĂŒr die externe Kommunikation.

Das erste Ergebnis, das besonders ins Auge fĂ€llt: Nur 15% der befragten Betriebe nutzen ĂŒberhaupt soziale Medien fĂŒr ihre Außenkommunikation. Ein kleiner Anteil von 4% plant immerhin soziale Netzwerke in Zukunft miteinzubinden. Damit steht die Studie in Kontrast zu einer Untersuchung des BVDW, die ebenfalls dieses Jahr veröffentlicht wurde. Dort waren es ganze 85% der Unternehmen, die angaben Social Media Maßnahmen zu betreiben. Allerdings ist anzumerken, dass hier deutlich weniger Betriebe befragt wurden.

Sehr interessante Zahlen zeigen sich auch, wenn man die Ergebnisse zur Social Media Nutzung in Zusammenhang mit der GrĂ¶ĂŸe eines Unternehmens sowie den vorhandenen finanziellen Ressourcen betrachtet. Denn beides scheint der Befragung nach eng miteinander verbunden. So ist bereits jeder vierte Betrieb mit einem jĂ€hrlichen Umsatz von ĂŒber 25 Millionen Euro in sozialen Netzwerken aktiv, wĂ€hrend es bei den kleinen und mittelstĂ€ndischen Firmen mit einem Umsatz von unter 25 Millionen Euro gerade mal jeder siebte ist. Außerdem scheint die Entscheidung, Facebook, Twitter & Co. fĂŒr die externe Kommunikation zu nutzen, von der jeweiligen Branche abzuhĂ€ngen. So sind Dienstleister und Unternehmen aus der Handelsbranche mit 22% und 16% in sozialen Netzwerken deutlich engagierter als Betriebe im verarbeitenden Gewerbe (8%) oder Bauunternehmen (2%). PrĂ€feriertes Netzwerk ist bei allen – wie könnte es anders sein- der blaue Riese Facebook.

Fazit: Die Studie zeigt, in Sachen Social Media ist in Deutschlands Unternehmen noch Luft nach oben. Interessant ist vor allem die dargestellte Verbindung zwischen der UnternehmensgrĂ¶ĂŸe und der Nutzung von sozialen Medien. Ein vorhandenes Budget oder personelle Ressourcen scheinen fĂŒr Entscheider demnach von ausschlaggebender Bedeutung sein. Dass diese Schlussfolgerung aber nicht immer ganz richtig ist, zeigt bspw. dieser Artikel ĂŒber Social Media Marketing fĂŒrs kleine Portemonnaie. Denn es muss nicht immer gleich ein großes Budget oder eine ganze Marketing-Abteilung vorhanden sein, um im Social Web zu punkten.