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Kostenloskultur im Internet? Nicht ganz. Viele Web-Services und Apps sind gratis nutzbar, jedoch nur bis zu einem gewissen Grad. Heute beschĂ€ftigen wir uns mit sogenannten Freemium-Modellen, denn in der Vergangenheit sind wir hĂ€ufiger von Kunden gefragt worden, was es eigentlich damit auf sich hat.

Freemium ist ein Kunstwort und setzt sich aus den Begriffen Free und Premium zusammen. Gemeint ist damit ein GeschĂ€ftsmodell, das gerade bei Online-Services und Tools großen Anklang findet und bei dem wesentliche Teile und Funktionen kostenlos zur VerfĂŒgung gestellt werden. So will man im ersten Schritt eine breite Nutzerschaft ansprechen und diese vom Angebot ĂŒberzeugen. In einem zweiten Schritt werden dann weitere Features und Zusatzleistung als Premium-Modell mit Kostenbindung angeboten.

Der Gedanke dahinter ist klar: Haben sich Nutzer erst einmal an nĂŒtzliche oder auch unterhaltende Funktionen gewöhnt, sinkt die Hemmschwelle, zusĂ€tzliche Leistungen zu buchen. Dadurch können Dienste letztlich Gewinne erzielen, schließlich mĂŒssen auch sie an die Monetarisierung denken.

Die Art und Weise, wie die Freemium-Idee umgesetzt wird, ist dabei sehr unterschiedlich. So gibt es bspw. Games, in denen ein gewisses Level erst bei Bezahlung gespielt werden kann. Auch bei den gĂ€ngigen Business-Plattformen wie XING und LinkedIn gilt zunĂ€chst das Freemium-Prinzip. ZusĂ€tzliche Funktionen, die das Networking verbessern, sind in der Premium-Version erhĂ€ltlich bieten und vielen Usern einen Mehrwert.

Freemium
Screenshot von XING

XING, Spotify & Co.

Freemium steht hoch im Kurs und hat einige große Marken hervorgebracht. Dazu gehören nicht bloß erfolgreiche Business-Netzwerke. So funktionieren auch der bekannte Musikstreaming-Dienst Spotify, die im Arbeitsalltag nur allzu nĂŒtzliche Dropbox und jede Menge Tools fĂŒr das Community Management genau nach diesem Prinzip. Letztere warten in der Basisversion mit ansprechenden Funktionen auf und erleichtern Social Media Managern die Arbeitsorganisation. Zudem stellt die Bezahlvariante meist zusĂ€tzliche Analytics bereit und gewĂ€hrt mehreren Personen Zugriff auf einen Account.

Freemium – ein zukunftstrĂ€chtiges Modell

Die kostenfreie Bereitstellung eines Dienstes ist aus Anbietersicht sehr sinnvoll. Services erhalten wertvolles Kundenfeedback und können sich eine möglichst große Nutzerschaft aufbauen.

Wie das innovative GeschĂ€fts- bzw. Preismodell funktioniert und die (Welt-)Wirtschaft revolutionieren kann, beschreibt auch Chris Anderson wortstark in seinem Buch Free: The Future of a Radical Price. Ein klarer Lesetipp fĂŒr alle Interessierten.

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