Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


Soziale Netzwerke am Arbeitsplatz? FĂŒr mich ist das aus gegebenen UmstĂ€nden natĂŒrlich eine eher rhetorische Frage. FĂŒr viele Arbeitgeber und ‑nehmer allerdings ein wichtiges, wie spannendes Thema, das auch in Zukunft relevant bleiben wird. Neben Business-Netzwerken wie Xing und LinkedIn, auf denen der Job von vornherein im Mittelpunkt steht, ist es schon lĂ€ngst Gang und Gebe sich auch auf anderen Plattformen ĂŒber die Arbeit, die Firma oder Ă€hnliche Themen auszutauschen. Umso wichtiger sind daher Leitlinien, die den Mitarbeitern im richtigen Umgang mit Social Media in Bezug auf ihr Unternehmen helfen. Daher verzichte ich heute auf den besonderen Spannungsbogen des Artikels und beantworte die oben gestellte Frage nicht am Ende, sondern einfach direkt zu Beginn und sage: Social Media Guidelines? Ja!

Doch was genau sind Inhalte solcher Richtlinien und warum sind sie sowohl fĂŒr Unternehmen, als auf fĂŒr die Mitarbeiter so wichtig? An dieser Stelle sei anhand drei ausgewĂ€hlter Themen einmal kurz zusammengefasst, warum Guidelines zu einer erfolgreichen Social Media Strategie dazugehören:

AufklĂ€rung & Information: Welche Chancen, welche Risiken birgen soziale Netzwerke? Guidelines klĂ€ren auf und sensibilisieren Arbeitnehmer im Umgang mit Facebook und Co. Auch rechtliche Grundlagen werden hier angesprochen und einheitlich geregelt. Somit können nicht nur Fehler und Probleme im Rahmen der Online-Kommunikation von Anfang an vermieden, sondern den Mitarbeitern gleichzeitig ein gutes und sicheres GefĂŒhl im Umgang mit sozialen Medien geboten werden.

Online-Reputation: Im Social Web wird man in der Regel nicht nur als Privatperson, sondern immer hĂ€ufiger auch als Mitarbeiter und somit ReprĂ€sentant eines Unternehmens wahrgenommen – auch wenn man sich in seinen privaten Profilen zu einem Sachverhalt (mehr oder weniger öffentlich) Ă€ußert. Jeder Mitarbeiter ist somit nicht nur User, sondern auch ein wertvoller Markenbotschafter. Konkrete Handlungsempfehlungen fĂŒr das mediale Verhalten im Netz sind daher ein wichtiges Steuerungselement einer unternehmerischen Social Media Strategie. Die Richtlinien dienen in diesem Zusammenhang zur klassischen Orientierung und helfen Mitarbeitern und FĂŒhrungskrĂ€ften den Rahmen der privaten und beruflichen Kommunikation in sozialen Netzwerken in Bezug auf die Arbeitgebermarke abzustecken. Letztlich wollen Social Media Guidelines aufzeigen, wie sich das Unternehmen im Social Web prĂ€sentieren und positionieren möchte. Mithilfe dieses „Wegweisers” kann man die eigenen Mitarbeiter motivieren, den Weg gemeinsam zu gehen.

Arbeitszeit: Social Media am Arbeitsplatz erlauben? Ja oder nein? Diese Frage stellen sich nach wie vor viele Unternehmer. Soziale Netzwerke können, wenn sie keine unternehmerischen Ziele verfolgen, zu einem richtigen Zeitfresser fĂŒr Mitarbeiter werden. Des RĂ€tsels Lösung liegt auch hier wieder in klar formulierten Guidelines. Hier können bspw. Regeln fĂŒr die Nutzungsdauer und den Datenschutz definiert und kommuniziert werden.

Übrigens: Auf die Frage, ob man den Chef oder die Chefin als Facebook-Freund hinzufĂŒgen sollte, gibt es keine allgemeine Antwort. Nach einer Umfrage von 2012 unter verschiedenen Arbeitnehmern, wĂŒrden 36% der Befragten ihren Chef auf keinen Fall als Freund hinzufĂŒgen und nur 2% der Mitarbeiter haben selbst eine Freundschaftsanfrage an den Vorgesetzten verschickt. Es kommt letztlich also immer auf die individuellen Gegebenheiten im Unternehmen an.

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Abschließend gibt es hier noch meine beiden persönlichen Lieblings-Beispiele, wenn es um die HeranfĂŒhrung der Mitarbeiter an Social Media Guidelines geht. Sowohl die Fraunhofer-Gesellschaft, als auch die Generali-Versicherung haben sich dabei fĂŒr ein Video entschieden. Anschauen lohnt sich.

Mona Amon