Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


Ein Gastbeitrag von Gloria Gavrilovic, sie hat vor kurzem ihr Anglistik Studium in DĂŒsseldorf abgeschlossen und lebt zurzeit in England. Sie beschĂ€ftigt sich tĂ€glich mit Arbeitsaufgaben aus der digitalen Welt, insbesondere dem Bereich Social Media.

Social Media und die Fashionindustrie: Was ist das Geheimnis dieser harmonischen Beziehung?
Heutzutage hat jede renommierte Modemarke Social Media als eines der Kernelemente in ihrer Online Marketing Strategie integriert. Soziale KanĂ€le geben Unternehmen die Möglichkeit, sich effektiv mit ihren Zielgruppen auszutauschen. Die Modebranche hat auf allen gĂ€ngigen sozialen Plattformen wie zum Beispiel Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und YouTube, die höchste Anzahl an Fans, Followern, Likes und Shares. Der E‑Commerce Modegigant ASOS hat beispielsweise mehr als 2.500.000 Fans auf Facebook und nutzt die Plattform regelmĂ€ĂŸig, um mit seiner Zielgruppe durch hochwertige Inhalte auf ausgewĂ€hlten sozialen Plattformen erfolgreich zu interagieren. Ein guter Mode-Post wird von den „Online Fashionistas“ schnell 500 Mal geliked – doch was genau ist das Erfolgsrezept dieser Partnerschaft?

Der Zusammenhang zwischen Kommunikation und Passion
Social Media verstÀrkt das Markenerlebnis der Zielgruppen. Die Kommunikation auf den ausgewÀhlten sozialen Plattformen sollen Fans und Follower dazu ermuntern, das Credo der Fashionmarke in ihrer digitalen Community zu kommunizieren.

Twitter und Facebook Accounts werden von großen Modeunternehmen als Kanal fĂŒr ihre Markenkommunikation mit der grĂ¶ĂŸtenteils 18–35jĂ€hrigen Zielgruppe genutzt. Durch stetige Kommunikation ĂŒber Fashion-Trends und aktuelle News in der Branche geht ein Modelabel spezifisch auf die BedĂŒrfnisse der Konsumenten ein. So wird LoyalitĂ€t geschaffen, denn Marken setzen nicht nur auf die Reichweite ihrer Konsumenten, sondern fokussieren ihre Social Media Strategie darauf, das Vertrauen der Konsumenten aufzubauen und diese als Markenbotschafter zu gewinnen. Mit diesem Konzept fahren sie gut, da die Zielgruppe kommunikationsfreudig und – was Fashion betrifft – leicht zu begeistern ist. Wer einer Marke in den Sozialen Medien folgt, hat eine Passion fĂŒr Mode. Diese Passion und Identifikation spiegelt sich in den sozialen KanĂ€len durch Kommentare, Likes und Shares wider. Eine „Win Win Situation“ fĂŒr beide Parteien.

Zielgruppengerechte und lebendige Inhalte auf ausgewÀhlten Plattformen
Trends in der Modeindustrie sind sehr kurzlebig. Jede Marke in dieser Branche berichtet regelmĂ€ĂŸig ĂŒber die aktuellsten Trends zu Schuhen, Kleidern und Accessoires. Die meisten Posts eines Fashionlabels bestehen aus qualitativen Bildern und Collagen der aktuellen Kollektion, die mehrmals tĂ€glich auf unterschiedlichen sozialen Plattformen verbreitet werden.

Das Modeunternehmen ASOS demonstriert, wie eine erfolgreiche Beziehung mit Facebook und Twitter aussieht: Die Updates auf der Facebook Seite des fĂŒhrenden Fashion e‑Commerce Unternehmens variieren von aktuellen Fotos der Stars, die in KleidungsstĂŒcken von ASOS gesichtet werden bis hin zu den neuesten Trends der Saison sowie Informationen zu SchlussverkĂ€ufen. Fans dieser Facebook-Seite werden ebenfalls nach ihrer Meinung zu unterschiedlichen Stilen gefragt – das kurbelt die Kommentare an und sorgt fĂŒr engagiertes Kundenfeedback.

montagsSMAC - Fashionindustrie

ASOS hat zwei unterschiedliche Twitter-Accounts auf dem deutschen Markt fĂŒr Kunden. Einerseits ein offizieller Account, welcher genutzt wird, um die Follower ĂŒber Mode-Updates auf dem Laufenden zu halten; andererseits, ein Kundenservice-Account in welchem das Social Media Team von ASOS in MinutenabstĂ€nden twittert, um auf KundenbedĂŒrfnisse einzugehen, auf Beschwerden zu reagieren und Follower in Echtzeit auf den neuesten Stand der Modewelt zu bringen. Der Modegigant fĂŒhrt auch Multichannel-Kampagnen durch, wie zum Beispiel die #BestNightEver Kampagne. Interaktive Videos, Interviews und exklusive Bilder renommierter Stars wurden auf Fashion-Blogs, diversen Apps, Spotify sowie YouTube verbreitet, mit der Zielstellung, die beliebteste Szene aus dem Video auf dem eigenen Pinterest Board festzuhalten. Der User mit den meisten „Repins“ gewann anschließend ein Produkt aus dem Video.

Die Resultate der #BestNightEver Kampagne waren nach Angaben des internationalen Marketingportals Cream:

  • Umsatz in Höhe von ÂŁ5 Millionen
  • Hoher ROI (4.44)
  • Die Suche nach „ASOS“ hat sich wĂ€hrend der Kampagne um 50% erhöht
  • YouTube Videos haben insgesamt sieben Millionen Klicks bekommen
  • Die Produkte aus den Videos haben sich als Verkaufshits etabliert

Fazit: Eine vielversprechende Partnerschaft
Kommunikation und gemeinsame Interessen sind die Basis dieser harmonischen Beziehung, die sich in der digitalen Welt abspielt. Es gibt kaum eine andere Branche, die so viele Likes, Shares und Kommentare erhĂ€lt wie die Fashionindustrie. Hohes Engagement der Zielgruppe wird durch exklusive Bilder, aktuelle Inhalte und kreative Interaktion angeregt. Jeder Social Media AnhĂ€nger einer Marke ist auch ein potenzieller „Broadcaster“, denn sie tragen die Message an ihren digitalen Freundeskreis weiter. Social Media und die Modeindustrie werden durch ihre Gemeinsamkeiten zusammengeschweißt: Beide Bereiche leben am Puls der Zeit; sie bleiben gemeinsam jung und werden zusammen alt.

Ein Beitrag von Gloria Gavrilovic