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Kununu ist eine praktische Plattform f√ľr alle, die einen neuen Job suchen und sich gerne √ľber potentielle Arbeitgeber informieren m√∂chten. Dabei ist es kein klassisches soziales Netzwerk, sondern funktioniert eher als eine Art WikiLeaks f√ľr Arbeitnehmer. Es erlaubt Arbeitnehmern, ihren Arbeitgebern anonym zu bewerten. So bietet es f√ľr Arbeitssuchende eine willkommene M√∂glichkeit, das Selbstmarketing von Unternehmen zu pr√ľfen.

Die Idee ist einfach: Jeder Arbeitnehmer kann, nachdem er einen Account bei Kununu angelegt hat, seinen Arbeitgeber anonym in verschiedenen Kategorien auf einer Skala von 0‚Äď5 bewerten. Unter anderem geh√∂ren zu den Rubriken Vorgesetztenverhalten, Gehalt, Arbeitsatmosph√§re und Kommunikation, sowie Gleichberechtigung und Karriere- bzw. Weiterbildungsm√∂glichkeiten. Weiter bietet Kununu die M√∂glichkeit, Kommentare zu verfassen und Verbesserungsvorschl√§ge zu posten.

So funktioniert also Empfehlungsmarketing mal anders: Kununu-Besucher k√∂nnen nach einem beliebigen Arbeitgeber suchen und die Bewertungen, sofern vorhanden, von verschiedenen Arbeitgebern einsehen. Auf diese Weise k√∂nnen sie sich ein umfassendes und realistisches Bild vom Unternehmen machen und sich dann entscheiden, ob sie f√ľr dieses arbeiten wollen oder nicht.

Weiterhin ist ein integrierter Stellenmarkt dem Interesse vieler Besucher der Website dienlich und bietet die M√∂glichkeit durch derzeit mehr als 10.000 offene Stellen in Deutschland zu st√∂bern. Im ebenfalls eingegliederten Forum k√∂nnen sich registrierte User √ľber Dinge rund um das Thema ‚ÄěJob‚ÄĚ austauschen.

W√§hrend Kununu sich auf den deutschsprachigen Raum beschr√§nkt, ist glassdoor‚Äč.com, eine √§hnliche Plattform aus den USA, besonders im Hinblick auf Informationen √ľber internationale Gro√ükonzerne interessant. Als kleines ‚ÄěSchmankerl‚ÄĚ bietet glassdoor‚Äč.com auch eine ausf√ľhrliche Rubrik zur Gehaltsklasse an. Auf diese Weise k√∂nnen Mitarbeiter nicht nur anonym ihr Unternehmen mit Blick auf Arbeitsklima, Aufstiegschancen, Work-Life-Balance und Co. evaluieren, sondern eben auch ihre konkrete Jobbezeichnung und ihr Gehalt √∂ffentlich machen. So k√∂nnen sich zuk√ľnftige Arbeitnehmer zum Einen einen √úberblick verschaffen und ihre Gehaltsvorstellung angleichen, zum Anderen k√∂nnen Sie aber auch in der eigenen Gehaltsverhandlung von den zuvor recherchierten Informationen profitieren.

Sicherlich eine gute Sache, die jeder nutzen sollte, der einen Jobwechsel in Erw√§gung zieht. Wenn man schon die M√∂glichkeit hat, sollte man nicht nur die Unternehmenswebsite konsultieren, um sich vor der Bewerbung √ľber den zuk√ľnftigen Arbeitgeber zu informieren, und sich auch √ľber die Arbeitnehmer-Perspektive anschauen. Denn dieses etwas andere Empfehlungsmarketing bietet in manchen F√§llen sicherlich einen interessanten, zuweilen auch abweichenden Blick hinter die Kulissen.