Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


Politische Mitbestimmung ist ein interessantes Thema – vor allem die Wege, die in diesem Bereich genutzt werden, um BĂŒrger am politischen Prozess zu beteiligen. Normalerweise geschieht so etwas ja in der Offline-Welt durch Umfragen, Versammlungen oder BĂŒrgerstunden. Manche politischen Institutionen – ob Kommunen oder Ministerien – nutzen hier jedoch mittlerweile zusĂ€tzlich die Möglichkeiten des Internets. Auch wenn es oft noch an professioneller Konzeption oder Umsetzung fehlt, merkt man trotzdem, dass ein Versuch unternommen wird, Menschen dort einzubinden, wo sie – privat und beruflich – einen Großteil ihrer Zeit verbringen: im World Wide Web.

ErwĂ€hnt seien hier die Möglichkeit fĂŒr Aachener BĂŒrger, Haushalts-Einsparmaßnahmen auf der offiziellen Stadtseite zu diskutieren, oder das kĂŒrzlich gelaunchte Verbraucherschutz-Portal auf dem ĂŒber Lebensmittelprodukte und deren Bestandteile diskutiert werden kann.

Einen Schritt weiter ist die islĂ€ndische Regierung gegangen. Die Weltwirtschaftskrise hat Island bekanntlich besonders stark betroffen. Da grundsĂ€tzliche Änderungen als notwendig erachtet wurden, soll eine neue Verfassung erarbeitet werden. Um diese auf eine breite gesellschaftliche Grundlage zu stellen, soll die Bevölkerung an der Arbeit beteiligt werden.

Island hat aber nicht nur die Diskussion auch transparent gemacht und online gestellt, sondern ihre Diskussion direkt mit Sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter verknĂŒpft. ErwĂ€hnenswert bei diesem Vorgehen ist, dass in Island der Anteil der Facebook-Nutzer bei ĂŒber 60% liegt, wĂ€hrend der Anteil in Deutschland ca. 30% betrĂ€gt.

Es stellt sich die Frage, ob der Vorteil ĂŒberwiegt, möglichst viele BĂŒrger auf einer ihnen bekannten Plattform ansprechen zu können, oder eher der Nachteil, dass eine öffentliche, politische Diskussion auf der Seite eines Privatunternehmens gefĂŒhrt wird.

Ein Ausschnitt aus der Tagesschau fasst die Debatte einmal zusammen, nicht zuletzt aus der Perspektive der IslÀnder.

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