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Direkte Interaktion mit Fans & Followern ist gerade ĂŒber Twitter sehr schnell auf die Beine zu stellen. Meist geschieht dies aktuell in sogenannten Twitterviews, also Fragerunden bzw. Q&A ĂŒber Twitter. Dazu wird ein bestimmtes Hashtag festgelegt, mit dem jeder Nutzer seine Frage an den Interviewten versehen soll. Dieses Hashtag wird vom EmpfĂ€nger gemonitort und den einzelnen Usern dann direkt geantwortet. Sehr aktiv ist beispielsweise der Fußballverein Werder Bremen, der ĂŒber seinen offiziellen Twitterkanal so Fans direkt mit Spielern verbindet.

Wer schon einmal teilgenommen hat, hat wahrscheinlich ambivalente Erfahrungen gemacht. Oft hat man das GefĂŒhl, dass die eigene Frage verloren geht, je nachdem wie viele Leute sich beteiligen. Auch gibt es keine wirkliche Dialogsituation: Frage, Antwort, der NĂ€chste bitte. Andererseits freut man sich natĂŒrlich, wenn man eine Antwort bekommt, denn wann sonst könnte man schon mit einem bestimmten KĂŒnstler/Sportler/Unternehmenschef direkt sprechen?

Eine neue Plattform versucht nun, diese in der Timeline dann doch oft unĂŒbersichtliche Form des Interviews neu zu organisieren und mehr Dialoge in Echtzeit zu ermöglichen. Über seinen Twitter-Account kann man sich bei Flawk einloggen. Nach der Anmeldung gibt es nun die Möglichkeit, an einem laufenden Flawk – also einem Interview, das gerade jemand anderes gibt – teilzunehmen. Oder man startet seinen eigenen Kanal und lĂ€dt andere Twitteruser dazu ein, sodass man selbst zum Interviewten wird. Ein Chat One-to-Many sozusagen, mit der zusĂ€tzlichen Möglichkeit, EinzelgesprĂ€che zu fĂŒhren, die ĂŒber die ĂŒbliche Frage-Antwort-Ende Situation hinausgehen.

http://​youtu​.be/​w​d​k​t​Y​V​x​u​n98

Über die Visualisierung lĂ€sst sich sicherlich streiten, der Comicstil ist nicht jedermanns Sache und lĂ€sst ein wenig SeriositĂ€t vermissen. Dennoch ist der Ansatz von Flawk sehr interessant und könnte sich weiterentwickeln lassen, sodass auch Chats und Interviews von grĂ¶ĂŸeren Unternehmen durchaus denkbar wĂ€ren. Die Einbindung von Videos oder Fotos zu Promozwecken könnte genutzt werden, um ein schnelles Feedback von Followern einzuholen, ohne direkt eine große Marktforschung anzustellen. Bleibt abzuwarten, ob sich auch grĂ¶ĂŸere Player am Tool ausprobieren, oder ob Interviews lieber weiter direkt ĂŒber Twitter gefĂŒhrt werden. Ein Versuch kann jedenfalls nicht schaden. Mehr zu Flawk gibt es auf den eigenen KanĂ€len hier und hier.