Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


LĂ€ngst hat die Bundesliga den Weg ins Web 2.0 gefunden. Dabei schneiden viele Teams gut ab, aber es gibt auch deutliche Unterschiede. Auf der Suche nach einem Best Practice Beispiel fĂŒr unsere Artikelserie Fußball und Social Media sind wir beim 1. FC Köln fĂŒndig geworden. Der Traditionsclub vom Rhein setzt voll auf die Karte Social Media, um Interaktion zu fördern und die Fanbindung zu stĂ€rken.

Die Facebook-Seite des Vereins liegt mit ca. 246.000 Fans zwar nur im Mittelfeld der Facebook-Bundesliga-Tabelle, weiß aber in vielen Belangen zu ĂŒberzeugen. Auf der Landing Page wird man vom Star des Teams mit dem kölschen Spruch „Üvverall jitt et Fans vum FC Kölle” begrĂŒĂŸt – ein gut gewĂ€hltes Motto fĂŒr die weltweite Facebook-Community. Einziges Manko, bei einem Fussbalverein aber auch nicht von Nöten, ist die fehlende Handlungsaufforderung, „GefĂ€llt mir” zu klicken. DafĂŒr gibt es aber die Möglichkeit, direkt ĂŒber einen Link in der Landing Page eigene Freunde zu Vereinsseite einzuladen. Der Reiter Info beherbergt neben Adresse und Kontaktdaten hauptsĂ€chlich Links zu weiteren Angeboten des Vereins, aber auch hier nochmals die Empfehlung Facebook-Fan des FC zu werden.

Auf seinem offiziellen Profil weiß der Verein vor allem mit Interview-Videos, aktuellen Fotos von Spielen und Trainings zu ĂŒberzeugen. Aber auch mit netten kleinen Aktionen, wie dem interaktiven „Was denken
” Bild, wird zum Kommentieren und Teilen animiert. Über die gratis App „LiveShare by Cooliris” können Fans direkt von ihrem Smartphone aus eigene Fotos vom Spiel an die Facebook-Seite schicken, wobei als zusĂ€tzlicher Anreiz ein kleines Gewinnspiel lockt.

Die virtuelle Ticketbuchung des RheinEnergieStadions kann ĂŒber einen Reiter erreicht werden, genauso wie der Fanartikel-Katalog zum DurchblĂ€ttern. Ein Klick fĂŒhrt weiter zum Online-Shop, so geht es direkt zur Bestellung. Über weitere Reiter werden YouTube-Kanal und Twitter-Account des FC Kölle eingebunden. Besonders bei Twitter zeigt sich der Club Ă€ußerst aktiv: Eine hohe Posting-Frequenz und spezielle Aktionen, wie der FC-Live-Tweet mit Offiziellen des Vereins, finden bei der Online-Community großen Anklang. Bis heute hat der Account ca. 8700 Follower und ist damit die Nummer Drei unter den Bundesligisten (hinter Borussia Dortmund und dem Hamburger SV). Auch auf der Homepage wird auf Twitter, vor allem aber per Social Plugin auf Facebook verwiesen.

NatĂŒrlich ist auch hier das volle Potential der Social Media Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft. Ein Veranstaltungskalender ist zwar vorhanden, weist aber nur auf die nĂ€chste Veranstaltung hin, statt weiter zu planen. Auch eine interaktive Darstellung des Kaders – wie beispielsweise bei Schalke 04 – wĂ€re wĂŒnschenswert. Mit einem Verweis auf die Netiquette, oder Fairplay, wie es beim VfB Stuttgart heißt, könnte von vorn herein die SchĂ€rfe aus den – gerade im Fußball – oft recht emotionalen Kommentaren genommen werden. Ebenfalls in Stuttgart wurde zum Ende der letzten Saison auch erstmalig eine Facebook Places Aktion gestartet, wovon andere Bundesligisten unserer Ansicht nach auch nur profitieren könnten.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass viele Bundesligisten das Social Web bereits effektiv zur Fanbetreuung nutzen. Wir finden, dass der 1. FC Köln (zumindest auf diesem Feld) aktuell zu den Meisterschaftskandidaten gehört.