Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


Eigentlich nicht neu, eigentlich ganz einfach, aber trotzdem schön und fĂŒr viele Unternehmen durchaus sinnvoll: Twine Social ist ein Aggregator fĂŒr den eigenen Social Media Content. Der Dienst sammelt die ĂŒber verschiedene Netzwerke verstreuten Inhalte und bildet sie ansprechend auf einer einzelnen Plattform ab.

Ein Account ist schnell via Facebook- oder Twitter-Login angelegt, danach kann der eigene Thread – eine gekachelte Aufbereitung der eigenen verknĂŒpften Social Networks – zusammengestellt werden. Dabei können fast alle gĂ€ngigen Netzwerke mit Twine Social verbunden werden (XING wird nicht berĂŒcksichtigt). Von Facebook ĂŒber YouTube bis Flickr und auch RSS Feeds steht es dem Nutzer frei, seine verschiedenen Accounts mit Video‑, Foto- und Textinhalten in den eigenen Stream zu speisen und so auch denen zugĂ€nglich zu machen, die nicht in jedem Netzwerk angemeldet sind.

Das Prinzip des Social Media Newsrooms wird hier durch wenige Klicks umgesetzt. Die Grundfunktionen des Webtools mit zwei angelegten Threads sind dabei gratis, fĂŒr eine Erweiterung auf mehrere Threads und andere Premium Funktionen, wie das Designen des eigenen Kanals, fallen monatliche (nicht ganz gĂŒnstige) GebĂŒhren an. Bei einer Verwendung von Twine Social als zentraler Content Sammelstelle, die von mehreren Administratoren bearbeitet werden kann, ĂŒber Filter, Analytics und viele andere Features verfĂŒgt, liegen die Preise bei monatlich 49$ (Standard Plan), 99$ (Enhanced Plan) bzw. 499$ fĂŒr den kompletten Enterprise Plan.

Fazit: Eine ansprechende Visualisierung des eigenen Contents aus verschiedenen Netzwerken ist sicherlich eine spannende Möglichkeit, das Interesse des Users zu wecken. Besonders wenn mehrere unterschiedliche Medientypen zusammenkommen und so fĂŒr Abwechslung und Unterhaltung sorgen, kann sich die Verweildauer auf einer Unternehmensseite signifikant erhöhen. Von bis zu 215% Steigerung der Aufenthaltsdauer und 60% mehr Page Views spricht Twine Social selber, was zu ĂŒberprĂŒfen wĂ€re.

Voll und ganz ĂŒberzeugen kann mich Twine Social nach der ersten Anmeldung allerdings auch nicht. Wichtig bei der Nutzung ist meiner Meinung nach eine umsichtige Zusammenstellung der einzelnen Threads. Content, der zu Facebook, Twitter und vielleicht Instagram geht, sollte nicht dreimal nebeneinander im Twine Stream auftauchen. Dann bietet das Tool keinen Mehrwert, sondern nur Langeweile. Potenzial sehe ich fĂŒr Unternehmen/Journalisten/Nutzer mit reichhaltigem und vor allem vielfĂ€ltigem Content. Hier kann die Plattform das Marketing sinnvoll ergĂ€nzen, ohne weitere Arbeit zu machen, wenn sie einmal aufgesetzt ist. Durch die Einbindung der Threads in die eigene Website kann man Nutzern das volle Contentspektrum zugĂ€nglich machen, ohne dass diese allen KanĂ€len einzeln folgen mĂŒssen. Einen Blick ist der Dienst auf alle FĂ€lle wert, nach den 30 Tagen der Testversion lĂ€sst sich vielleicht abschĂ€tzen, was dran ist am Versprechen „Watch your user engagement skyrocket.”

Norbert Windeck