Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


St. Pauli, Facebook-Addicts & UnterwasserlĂ€rm: Lobenswerte Einreichungen des Nachwuchses
Auch in diesem Jahr haben wir gemeinsam mit unseren Kollegen von WESTWERK dazu aufgefordert, Projekte fĂŒr den Nachwuchspreis Neue Medien einzureichen. Um der KreativitĂ€t freien Lauf zu lassen, wurde die Ausschreibung erneut bewusst offen gehalten. Gesucht waren originelle Projekt- und/oder Abschlussarbeiten, aber auch Konzepte – eben alles, was mit Neuen Medien zutun hat. Dementsprechend abwechslungsreich fielen die mehr als zwei Dutzend Einreichungen aus: Filme, Spiele, Apps, Social Media und andere digitale Werbekonzepte sind nur einige Beispiele. Sie alle sprechen fĂŒr die Vielfalt des medialen Nachwuchses.

Dabei waren wir auch in diesem Jahr von der QualitĂ€t der Arbeiten positiv ĂŒberrascht und hatten bereits im Vorfeld des obligatorischen Jurytreffens unsere geheimen Favoriten. Doch auf die letztendliche Entscheidung hatte dies natĂŒrlich keinerlei Auswirkungen. So haben wir die Qual der Wahl unseren fachkundigen Gutachtern ĂŒberlassen. Aus verschiedenen Disziplinen stammend wurde dann auf dem Jurytreffen angeregt diskutiert. Jeder argumentierte aus seiner eigenen Perspektive, betonte andere Aspekte des Projekts und legte auf andere Dinge wert. Doch am Ende waren sich unsere vier Juroren relativ schnell einig: PrĂ€miert werden daher auf der New Media Night am 17.10. drei tolle, fĂŒr sich sprechende und ĂŒberzeugende Arbeiten, die wir euch im Laufe der Woche im Blog vorstellen. Bevor es aber an’s Eingemachte geht, möchten wir noch drei Projekte lobend erwĂ€hnen. Diese haben einen besonders guten Eindruck bei uns hinterlassen und waren auch in der engeren Auswahl der Jury.

Den Auftakt macht eine Web-App – eine alternative Audiotour durch einen der bekanntesten Flecken Hamburgs: Sankt Pauli. Die sogenannte Hin und Hör Tour lĂ€sst den Stadtteil lebhaft werden. Abseits der Sightseeing-Hotspots, werden einmal ganz andere Geschichten erzĂ€hlt, sodass Sankt Pauli auf eine authentische Art und Weise auch fĂŒr Touristen erfahrbar wird. Ein schönes Projekt, wie wir finden. Deswegen sagen wir nicht nur zur App „I Like“, sondern auch zur Facebook-Seite.

Wo wir gerade beim Thema Facebook sind: Eine andere Einreichung fĂŒr den  Nachwuchspreis Neue Medien hat sich filmisch mit dem Netzwerk Nr. 1 beschĂ€ftigt und stellt die Sinnfrage. Welche Rolle spielt Facebook fĂŒr den Einzelnen? Hat es Suchtpotenzial? Ist es Fluch oder Segen – oder vielleicht sogar beides zugleich. Nachdenklich und stimmungsreich geht der Filmbeitrag „Abschied von F“ dieser Frage in dreieinhalb Minuten nach. Mit genĂŒgend kritischer Distanz können wir daher – auch als Social Media Menschen – getrost sagen: GefĂ€llt uns!

Da aller guten Dinge drei sind, kommen wir nun zu einem weiteren Beitrag: In diesem geht darum, die Welt ein bisschen besser zu machen. Konkret handelt es sich um einen animierten Film, der derzeit auf der internationalen Kampagnen-Webseite Oceancare eingebunden ist und an der ZHdK entstand. Der Film vermittelt kurz, anschaulich und verstĂ€ndlich die Auswirkungen von UnterwasserlĂ€rm fĂŒr Meeresbewohner und zeigt, dass komplexe Sachverhalte stilsicher und emotional packend darstellbar sind. Insofern bleibt nur noch zu sagen: Die Kampagne ist mehr als nur einen flĂŒchtigen Blick wert. Der Film hat uns ein bislang wenig bekanntes Umweltthema eindrucksvoll vor Augen gefĂŒhrt – und das finden wir klasse.

So viel zu den Einreichungen bisher. Man merkt, unterschiedlicher könnten die einzelnen BeitrĂ€ge kaum sein. Morgen geht’s dann weiter. Wir stellen den dritten Platz vor. Ihr dĂŒrft also gespannt sein.

Rebecca Belvederesi-Kochs