Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


Ein Post auf Facebook oder ein Tweet bei Twitter scheinen vermeintlich schnell gemacht. Schließlich braucht es im Mitmachweb keine ausschweifenden Texte oder ausfĂŒhrliche Unternehmensbeschreibungen, denn hier gilt: In der KĂŒrze liegt die WĂŒrze. Kurz und einfach, aber trotzdem so informativ und attraktiv wie möglich – so sieht der perfekte Beitrag aus.

So weit die Theorie. In der Praxis sieht das Ganze allerdings hĂ€ufig anders aus. Hier begegnen einem immer wieder Postings und Tweets, die scheinbar nur bereits vorhandene Inhalte nach dem altbewĂ€hrten Schema copy-and-paste wiedergeben. Dass beispielsweise eine klassische Pressemitteilung durchaus fĂŒrs Social Web wiederverwertet werden kann, daran besteht kein Zweifel. Aber fĂŒr Online-Medien gelten andere Lese- und Schreibgewohnheiten als anderswo. Deswegen haben wir hier ein paar nĂŒtzliche Tipps zum Thema Schreiben fĂŒrs (Social) Web zusammengefasst.

Inhaltlich sollte darauf geachtet werden, dass der eigene Beitrag kurz und knapp formuliert ist. Ist die Zeichenzahl nicht wie bei Twitter von vornherein vorbestimmt, sollten BeitrĂ€ge zwischen 80 und 160 Zeichen enthalten, um die HĂŒrde fĂŒr den Leser so gering wie möglich zu halten. Zudem muss der richtige Mix zwischen soften und inhaltlichen Themen gefunden werden. Handelt es sich um letzteres ist ein entsprechender (Short-)Link wĂŒnschenswert. Bei informativen Tweets und Postings bietet es sich zudem an, die eigene Community mit Insiderwissen und Tipps zu versorgen, und diese als solche eindeutig kenntlich zu machen, um einen Wiedererkennungswert zu schaffen. Da das Social Web auch visuell funktioniert, sollten ansprechende Bilder die eigenen TextbeitrĂ€ge ab und an ergĂ€nzen. Stehen diese in einem konkreten Zusammenhang mit der Nachricht, bereichern sie jeden Beitrag. Eine besondere Stellung nehmen hier Bilder ein, auf denen eine einschlĂ€gige Textzeile bereits integriert ist, da diese im Web sehr hĂ€ufig angeklickt werden.

Neben der inhaltlichen Ausrichtung muss bei der Content-Planung auch die sprachliche Form der BeitrĂ€ge beachtet werden. Positive Formulierungen und Nachrichten, welche die Interessen der Zielgruppe bedienen, bieten sich besonders an, nicht-authentische Formulierungen sollten vermieden werden. Um es ĂŒberspitzt zu formulieren:  Ein „ey, Alter” passt nicht in den Unternehmenskontext, auch wenn die aversierte Zielgruppe untereinander vielleicht so kommuniziert. Transparente Kommunikation ist im Social Web das A.O., gerade auch fĂŒr serviceorientierten Unternehmen. In AusnahmefĂ€llen kann dieser Kommunikationsstil aber durchaus verlassen werden, um die Community mit verschlĂŒsselten und geheimnisvollen Botschaften beispielsweise auf ein Event oder ein neues Gewinnspiel aufmerksam zu machen, und um Neugierde zu wecken.

Hat man alle diese Kriterien beherzigt und sie in seine Online Kommunikation integriert, steigert dies sicherlich auch die Interaktionsraten. Möchte man der Interaktion mit den eigenen Fans und Followern aber zusĂ€tzlich ein wenig Auftrieb verleihen, kann man einen direkten Call-to-action wie beispielsweise eine Frage in seine BeitrĂ€ge einbauen. Mit diesem Mittel sollte allerdings sparsam umgegangen werden. Ein einfaches „Like/Teile, wenn du dafĂŒr/dagegen bist
” bereichert bestimmt so manchen Post, exzessiv eingesetzt kann dies aber auch aufrdringlich wirken. FĂŒr Interaktion auf der eigenen Unternehmensseite ist es deswegen umso wichtiger, zeitschnell auf User-Kommentare und Feedback zu antworten, und hier und da mal ein fremdes Posting zu liken oder zu teilen.

Kurzum gelten fĂŒrs Schreiben im (Social) Web also doch „diesselben” Regeln wie anderswo: Ohne Planung und Strategie, aber eben auch ohne Herz und KreativitĂ€t funktioniert Marketing eben auch im viel gehypten Mitmachweb nicht.