Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


Von den einen geliebt, von den anderen verteufelt: Listen. Aber seien wir mal ehrlich, ob Einkaufsliste, To-do-Liste oder die Wunschliste auf Amazon – praktisch sind sie schon. Aber in diesem Artikel soll es nicht um die kleinen Helferlein im Alltag gehen, sondern um einen neuen Trend im Online-Journalismus – sozusagen um einen Abkömmling der klassischen Liste – mit dem pfiffig klingenden Namen Listicle.

Listicle – das setzt sich zusammen aus list und article und bezeichnet in der Regel eine kommentierte AufzĂ€hlung von beispielsweise Bildern oder kurzen Videosequenzen. Diese „Listen” werden anschließend als Artikel auf einer Webseite veröffentlicht. Der bekannteste Vertreter dieser Publikationsform ist mit Sicherheit die amerikanische Newsseite Buzzfeed. Dort findet man tĂ€glich verschiedene Listicles, so zum Beispiel aktuell hier, hier und hier. Buzzfeed ist damit nicht nur enorm erfolgreich, Listicles sind fast zu einem Markenzeichen der Seite geworden.

Doch warum sind diese Auflistungen eigentlich so besonders beliebt? Das lĂ€sst sich vielleicht damit begrĂŒnden, dass Listicles sehr dankbarer Content sind und das in zweierlei Hinsicht: AmĂŒsante, unterhaltende und softe Themen eignen sich besonders gut fĂŒr diese Listen und können von den Usern dementsprechend leicht konsumiert werden. Eine ansprechende Aufmachung und der Mix von verschiedenen multimedialen Elementen unterstĂŒtzen diesen Effekt. Listicles werden einfach gerne angeklickt. Aber auch aus redaktioneller Sicht gestalten sie sich als besonders gĂŒnstige Inhalte. Das liegt daran, dass die einzelnen Bestandteile in der Regel nicht komplett selbst produziert werden mĂŒssen, sondern bereits vorhandenes Material einfach neu zusammengestellt werden kann. Es handelt sich also um kuratierten Content. Hinzu kommt, dass Listicles fĂŒr virales Marketing geradezu geschaffen sind. Schließlich lassen sie sich hervorragend kommentieren oder den eigenen Freunden in sozialen Netzwerken weiterempfehlen.

Auch auf deutschen Seiten im Social Web trifft man immer hĂ€ufiger auf Listicles, auch wenn traditionelle Medien von diesem Format noch nicht wirklich ĂŒberzeugt scheinen. Vielleicht wird sich das aber auch bald Ă€ndern. Da Buzzfeed auch ĂŒber eine deutsche Seite verfĂŒgt, sind wir uns ganz sicher, dass es dadurch auch hier noch mehr Listicle-Fans geben wird.