Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


Heute widmen wir uns dem politischem Web 2.0‑Marketing der Piratenpartei. Die Partei wurde im Jahre 2006 vornehmlich im Internet gegrĂŒndet und platzierte sich seit ihrer Geburtsstunde in der virtuellen Öffentlichkeit. Diese transparente Struktur behalten die Piraten bis heute bei. Die PrĂ€senz und der Austausch in sozialen Netzwerken & Co. spiegelt das demokratische SelbstverstĂ€ndnis der Partei wider und wird dementsprechend aktiv gepflegt.

Auf der offiziellen Homepage der Partei findet sich eine – offenbar nicht vollstĂ€ndige – Auflistung der verschiedenen Internetportale, in denen sie aktiv ist. Neben Seiten in verschiedenen Social Communities gehören auch Blogs, Microblogs (Twitter) oder Podcasts (YouTube) zu ihrem Online-Auftritt. Die offizielle Facebook-Page der Piraten zĂ€hlt fast 16.000 Fans (Stand: 19.09.11, heute am 22.09. sind es ĂŒbrigens schon 25.711  Fans mit weiterhin steigender Tendenz). Der Fokus des politischen Marketings liegt hier ganz klar darauf, Facebook als interaktiven und eben transparenten Informationskanal zu nutzen. Das Konzept geht offensichtlich auf: Die Feedback-Rate ist sehr hoch. Neben Kommentaren zu den offiziellen Posts schreiben die User oft selbst BeitrĂ€ge an die Pinnwand der Fanseite. Auch die Followerzahlen bei Twitter sprechen fĂŒr sich: Dem Twitter-Account folgen beinahe 52.000 Nutzer. Dabei dient Twitter nicht der ausschließlichen Informationsverbreitung, sondern stattdessen wird zum Mitmachen aufgefordert, wie zum Beispiel bei der aktuellen Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung.

Der Piratenpartei ist es gelungen, die Möglichkeiten und Chancen von Social Media zu erkennen und effektiv zu nutzen. Durch ihre dialogorientierte Interaktionskultur spricht sie ein breites Spektrum potentieller WĂ€hler an und nĂ€hert sich damit Schritt fĂŒr Schritt dem Ziel, einen Platz im Bundestag zu ergattern.