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Zum Abschluss unserer Artikelserie Stadtmarketing und Social Media wollen wir euch auch die Facebook-Auftritte von Megast√§dten wie New York City, Tokyo oder London nicht vorenthalten. Allerdings mussten wir nach intensiver Suche feststellen, dass es in diesem Bereich zwar eine F√ľlle an Fanpages gibt, jedoch kaum offizielle Seiten. Stattdessen ist hier vermehrt ein Sightseeing-Marketing zu erkennen.

Als erstes Beispiel schauen wir uns New York City an. Manch inoffizielle Facebook-Seite hat mehr als 2 Mio. Fans ‚Äď obwohl dort eher wenig angeboten wird. Eine offizielle Facebook-Pr√§senz konnten wir in unserer Recherche nicht finden. Also reichlich verschenktes Potential der Stadt!

Aber wie schon erw√§hnt, werden stattdessen einzelne Sehensw√ľrdigkeiten auf Facebook beworben. So zum Beispiel der Central Park, das Empire State Building oder auch der Times Square. Hier herrscht eine sehr gute Posting-Frequenz. Obwohl insbesondere der Central Park und das Empire State Building regelm√§√üig Diskussionsimpulse geben, werden die Seiten √ľberwiegend von den Fans getragen ‚Äď was ausdr√ľcklich w√ľnschenswert ist. Sie schreiben √ľber ihre Erfahrungen an den einzelnen Orten, geben Empfehlungen und diskutieren √ľber aktuelle Veranstaltungen.

Auff√§llig ist allerdings auch, dass die Seitenbetreiber das Social Media Potential √ľberhaupt nicht aussch√∂pfen. Der Veranstaltungskalender ist entweder nicht vorhanden oder schlecht gepflegt. Fanorientierte Mitmach-Kampagnen oder Facebook Deals sucht man au√üerdem vergebens. Dabei k√∂nnten solche Aktionen die Sehensw√ľrdigkeiten noch attraktiver f√ľr Touristen machen und Besucher locken. Die New Yorker Seiten haben zwar alle mehrere tausend Fans ‚Äď bei mehr als 8 Mio. Einwohnern und j√§hrlich knapp 50 Mio. Touristen ist aber eindeutig noch Luft nach oben.

Positiv ist zum Schluss noch hervorzuheben, dass die von uns recherchierten Sehensw√ľrdigkeiten keine eingleisige Social Media Strategie verfolgen: Neben Facebook sind sie auch in Twitter aktiv. So k√∂nnen sie auch ihre Follower √ľber Aktuelles informieren.

Summa summarum ist ein Sightseeing-Marketing f√ľr Megast√§dte sicher eine gute Idee. Anhand der hohen Fanaktivit√§t sieht man, dass dieses Konzept aufzugehen scheint. Wenngleich die Eing√§nge von Mega-Attraktionen wie dem Empire State Building und der Freiheitsstatue auch ohne Social Media Marketing jeden morgen von langen Schlangen geziert sind, w√ľrde sich das Aussch√∂pfen der Potentiale wahrscheinlich insbesondere f√ľr unbekanntere Sehensw√ľrdigkeiten auszahlen.