Dieser Artikel ist schon ĂŒber 2 Jahre alt. Unter UmstĂ€nden kann das, worĂŒber wir geschrieben haben durchaus veraltet sein! đŸ˜‰ 


Groupon hat neue Zahlen veröffentlicht. Wie All Things Digital berichtet, hat Groupon mittlerweile 115 Millionen User fĂŒr seine Deals begeistert. Das bedeutet mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zum letzten Jahr: Ende 2010 hatte Groupon nur 50,58 Mio. Subscribers. Vor fĂŒnf Monaten waren es erst 83,1 Mio. „Fans”. Das bedeutet eine Zuwachs von 38% im Vergleich zum MĂ€rz 2011 und eine Steigerung von 127% im Vergleich zu den Nutzerzahlen Ende vergangenen Jahres. Wenn man alleine die Nutzerzahlen betrachtet, ist Groupon als Nummer 1 der Deal-Anbieter weiter auf dem Vormarsch!

Schaut man hingegen auf die nackten Zahlen, zeichnet sich ein anderes Bild ab: In 2010 wurden Verluste in Höhe von 413,4 Mio. US $ angehĂ€uft. Werden jedoch „some costs” (was auch immer das genau bedeuten mag) inklusive der Kosten des Online-Marketings fĂŒr die Gewinnung neuer Subscribers abgezogen, relativiert sich der große Verlust: So steht ein Plus von 60,6 Mio. US $ in den BĂŒchern. NatĂŒrlich ist den Zahlen nur bedingt zu vertrauen, da es fĂŒr Groupon immer noch darum geht, weiteres Kapital einzusammeln. Groupon selbst wurde von der US-Börsenaufsicht angehalten, seine Zahlen fĂŒr den geplanten Börsengang nachzubessern und die Kosten fĂŒr das Marketing mit einzubeziehen.
Kurzfristiges Ziel von Groupon ist es also, möglichst viele „Follower” zu werben, die tĂ€glich mit maßgeschneiderten Angeboten versorgt werden können. Zieht man also die Kosten des Marketings vor dem Hintergrund der rasant steigenden Abonnentenzahl ab, stehen Groupon rosige Zeiten ins Haus. Unterstrichen wird dies noch durch das gescheiterte Angebot des Web 2.0 Giganten Google, der bereit war, 2010 immerhin 6 Mrd. US $ fĂŒr Groupon auf den Tisch zu legen. Mittlerweile werden Bewertungen von 15–20 Mrd. US $ fĂŒr möglich gehalten.

Groupon konzentriert sich allerdings nicht nur auf sein bestehendes GeschĂ€ft, sonder arbeitet innovativ an der Weiterentwicklung seiner Kernidee. Neustes Produkt aus Chicago ist der Dienst Groupon Now, der Gutscheinmarketing und location based services zusammenbringt. HerzstĂŒck von Groupon Now ist eine Kooperation mit Foursquare, die es ermöglicht, Deals mit Hilfe von GPS direkt am Standort des Nutzers und auf seinem Smartphone erscheinen zu lassen. Wie das ganze aussehen kann, seht Ihr auf der linken Seite. Bleibt zu hoffen, das foursquare sich endlich auch in Deutschland etablieren kann. Was unserer Meinung nach aber nur eine Frage der Zeit ist.