Warum ist die Auswahl so entscheidend?
Saisonales Marketing ist kein Selbstzweck. Es geht nicht um Kürbisse, Schneeflocken oder Rabattcodes – sondern um Bedeutung, Anschlussfähigkeit und Markenfit.
Wenn ein Anlass nicht zur Positionierung eures Unternehmens passt oder unpassend interpretiert wird, dann fällt das auf und zwar nicht positiv. Die Folge? Die Kommunikation wirkt beliebig, austauschbar oder im schlimmsten Fall anbiedernd. Und ja, die Zielgruppe merkt das. Menschen spüren, wenn Marken einfach nur auf den Kalender schauen, statt echte Verbindungspunkte zu schaffen. Wer nur mitmacht, um mitzumachen, verpasst die Chance, sich relevant und glaubwürdig zu positionieren.

Die richtige Auswahl – in 3 Schritten
Oft haben Menschen schon ein gutes Gefühl dafür, welche Anlässe zur eigenen Marke passen. Aber wer es systematisch und strategisch angehen will, kann sich an diesen drei Schritten orientieren.
1. Marktanalyse: Welche Anlässe gibt es überhaupt?
Saisonales Marketing wirkt auf den ersten Blick easy: ein Post, ein Hashtag, bisschen Stimmung – fertig. Aber so einfach ist es selten. Bevor’s ans Feintuning geht, gilt: Überblick verschaffen. Im ersten Schritt geht es darum, herauszufinden, welche saisonalen Anlässe grundsätzlich für eine Marke infrage kommen – unabhängig von der finalen Entscheidung. Der Startpunkt dafür ist eine fundierte Marktanalyse. Denn wer nur aus dem Bauch heraus entscheidet, riskiert, spannende Chancen zu übersehen oder auf Trends aufzuspringen, die eigentlich null zur Marke passen.
Dabei hilft es, den Blick zu weiten:
- Welche Anlässe und Aktionstage gibt es überhaupt und wann finden sie statt?
- Welche davon sind in eurer Branche üblich?
- Was macht die Konkurrenz – und wollt ihr euch davon eher abheben oder bewusst anschließen?
- Gibt es Themen, die ihr ohnehin schon besetzt, und die mit saisonalen Anlässen kombinierbar wären?
- Welche regionalen Besonderheiten oder lokalen Highlights gibt es?
Achtet dabei nicht nur auf die großen Klassiker wie Weihnachten, Ostern oder Black Friday. Gerade vermeintliche Nischenthemen bieten oft große Chancen für authentisches Storytelling – vor allem dann, wenn sie sich passgenau mit eurem Produkt, eurer Dienstleistung oder eurer Haltung verbinden lassen.
Mehr Inspiration gefällig? In unserem Artikel „Saisonales Marketing – was ist das eigentlich und braucht man das?“ erfahrt ihr welche Anlässe alle in Frage kommen.
2. Zielgruppe, Mitarbeitende und Werte mitdenken
Eine gute Auswahl an Anlässen getroffen ist? Perfekt. Aber let’s be honest: Relevanz passiert nicht einfach so. Sie entsteht nur dann, wenn das, was man nach draußen tragt, auch wirklich bei den richtigen Leuten andockt – und zwar nicht irgendwie zufällig, sondern weil es einen echten Bezug gibt. Fragt euch deshalb, ob bestimmte Anlässe für eure Zielgruppe wirklich relevant sind – etwa, weil sie bei bestimmten Aktionstagen besonders aktiv sind oder diese in ihrer eigenen Kommunikation regelmäßig aufgreifen.
Aber das Außen ist nur die halbe Miete. Eine Marke lebt auch von innen – vom Team, von der Arbeits-Kultur. Welche Themen spielen im Alltag eurer Mitarbeitenden eine Rolle? Welche Anlässe werden intern vielleicht sogar bereits gelebt – sei es durch Traditionen, Rituale oder persönliche Werte?
Und schließlich: Was sagt die Marke selbst aus? Steht sie für Kreativität, Nachhaltigkeit, Haltung, Vielfalt? Wenn die Werte klar sind, dann lohnt es sich, weniger auf den Kalender zu schauen und stattdessen zu prüfen, welche saisonalen Anlässe die eigenen Markenwerte aufgreifen oder stärken.
Wenn ihr das für eure Marke einmal strukturiert durchspielen wollt – wir unterstützen euch gern dabei, Klarheit zu schaffen und passende Anlässe zu finden oder eure Markenwerte weiter zu entwickeln.

3. Inhalte mit Tiefe: Feiertage nicht nur bespielen – sondern verstehen
Klassisch oder nischig? Laut oder leise? Kulturell oder kommerziell? Wer genauer hinschaut, merkt schnell: Hinter saisonalen Anlässen steckt mehr, als auf den ersten Blick sichtbar wird. Daher reicht es nicht, zu wissen, dass ein Datum relevant ist – ihr müsst auch begreifen, warum. Welche Emotionen werden ausgelöst? Welche Werte oder Erinnerungen schwingen mit? Und was erwarten Menschen von einer Marke, wenn sie diesen Anlass aufgreift?
Ein Beispiel: Bei Ostern denken wir meist an Hasen, Eier und Pastellfarben – vielleicht auch an Familienzeit oder Schokolade. Doch Ostern steht auch für Neubeginn, Hoffnung, Besinnung, für religiöse Traditionen und das Erwachen der Natur. Manche erleben es als Aufbruch, andere als Moment der Ruhe.
Hier ein kleiner Reality-Check für gängige saisonale Anlässe:

Die entscheidende Frage ist also nicht nur, welche Anlässe für die Zielgruppe wichtig sind, sondern vor allem: Warum? Und ja, das braucht mehr Feingefühl als ein Rabatt-Banner mit Schneeflocken. Aber es zahlt sich aus. Ihr braucht einen Sparring-Partner, der euch bei diesem Schritt unterstützt? Dann meldet euch gerne bei uns.

Die richtige Auswahl ist nur die halbe Miete
Richtige Anlässe sind eine Grundlage für gutes saisionales Marketing – aber eben nur die halbe Miete. Erst wenn klar ist, welche Anlässe zur Marke passen und verstanden wird, welche Werte, Emotionen und Bedeutungen damit verbunden sind, kann darauf aufbauend wirklich guter Content entstehen. Doch genau diese Übersetzung ist eine ganz eigene Herausforderung: Dabei geht es darum, die gewonnenen Erkenntnisse in eine konsistente Markenkommunikation zu überführen – inklusive passender Tonalität, Design und Formaten, die wirklich zu euch passen.
Wie das gelingt, zeigen wir in unserem REBELKO Artikel: „Saisonales Marketing mit Stil: Do’s & Don’ts für markenkonformen Content“.
Fazit
Saisonales Marketing kann enorm wirksam sein – aber nur dann, wenn es mit Substanz betrieben wird. Ein Kürbis auf Instagram macht noch keine starke Marke. Aber ein Anlass, der wirklich zur Marke passt, eine Emotion, die die Zielgruppe bewegt, kann hier den Unterschied machen.
Ob regional oder international, kommerziell oder kulturell: Die Wahl des richtigen Anlasses ist keine spontane Laune, sondern eine strategische Entscheidung. Und genau deshalb lohnt es sich, Zeit zu investieren – in Analyse, Auswahl, kreative Übersetzung und sinnvolle Wiederholung.
Ihr wollt euren Redaktionsplan mit wirkungsvollen saisonalen Anlässen füllen – strategisch, kreativ und auf eure Marke abgestimmt? Dann meldet euch gerne bei uns.
Strategie, Beratung & Konzeption

Branding oder Marketing – alles dasselbe?
Egal ob B2C, B2B, internationale Non-Profit-Organisation oder lokaler Hidden-Champion: Branding und Marketing sind zwei wichtige Säulen moderner Wirtschaftseinheiten. Und obwohl viele glauben, dass Branding und Marketing dasselbe…
Kreativberatung oder Designberatung – was steckt dahinter?
Kreative Ideen allein reichen nicht aus für überzeugende Konzepte – und auch das beste Design kann ohne eine Strategie nicht seine volle Wirkung erzielen. Was braucht ihr also wirklich? Eine Kreativberatung oder eine Designberatung? Obwohl beide Bereiche eng…
Bestandskundenmarketing
Bestandskundenmarketing umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, bestehende Kund:innen langfristig an ein Unternehmen zu binden, ihre Zufriedenheit zu erhöhen und den Wert der Kundenbeziehung zu maximieren. Im Gegensatz zur Neukundengewinnung steht hier…
Saisonales Marketing – Was ist das eigentlich und braucht man das?
Halloween-Post mit Spinnen-Emoji, Valentinstags-Special mit rosa Visuals oder Weihnachtsgrüße im Schnee-Design – Kommt euch bekannt vor? Klar. Wir alle kennen diese typischen Saison-Kampagnen, die pünktlich zum Kalenderdatum durch die Feeds…





